Vorwort
Dieses Buch ist der Sanftheit und Radikalität der Meister gewidmet. Es ist eine Hymne an sie: an die regional Wirkenden und an die großen Weltenlehrer, an die Bekannten und an die im Verborgenen Tätigen. Jeder Meister ist 'Der Meister'. Ihnen allen ist das gleiche Aroma eigen, der gleiche süße und herbe Duft. Dass ich Jesus in den Mittel-punkt stellte, liegt an seiner Größe und universalen Rolle, die er spielt. Doch ein Georges Gurdjieff, eine Rabia al Basra, ein Jakob Böhme (der in diesem Buch keine Erwähnung findet) sind nicht weniger wert. Alle nahmen sie die Bürde auf sich, litten, liebten und feierten und versprühten unablässig den Heiligen Geist und eine unfassbare, ganz im Jenseits fußende Gottessehnsucht.
In diesem meinem Leben durfte ich einigen jener wertvollen Wesen, Männern und Frauen, begegnen, die mich eine Strecke des Weges begleiteten und mit ihrem Sein und ihren Worten die mir innewohnende Wahrheit bestärkten. Für sie soll meine kleine Sammlung von Texten und Versen als Lobespsalm erklingen. Mögen alle Meister, Lehrer und Mystiker, die nichts sehnlicher wünschen, als den Heiler und Meister in uns zu wecken, Ehrung erfahren von würdigen Schülern.
Ein großer Meister, Arzt, Lehrer und Liebender
hat vor zweitausend Jahren diesen Planeten Erde betreten und erschüttert. Doch aus meiner Sicht werden bis heute weder von uns Gläubigen (einige hell strahlende Sterne ausgenommen), geschweige denn von der Menschheit per se, seine Gedanken, Worte und Taten in letztendlicher Tragweite erfasst und gelebt. Das ist offensichtlich. Das ist wie es ist. Und ein neuer Moment ist stets eine Chance für einen völlig neuen Sternenhimmel in und über uns! Eine neue Wendung in unserem Denken und Fühlen, durch Gottes Willen und Gnade beschieden und durch mühevolle Bildhauerarbeit am eigenen Wesen vorangetrieben, kann uns unverhofft in die uranfängliche Freiheit und Liebe zurückversetzen. – In der wirklichen Geschichte unseres Planeten, in der spirituellen Geschichte der Menschheit steht der Meister aus Galiläa nicht alleine. Immer wieder haben uns in kritischen Zeiten, namhafte und namenlose lichtvolle Wesen begleitet, geheilt und gelehrt. Häufig mussten sie dafür Ächtung, Schmach oder gar den Tod erdulden. Nur wenige verstanden ihre eigenartige Liebe, die uns wie Diebstahl und Betrug vorkam. Ja, es war Diebstahl! Sie nahmen uns alles Falsche in unserem Wesen und in dieser Welt. Und der Betrug war in Wahrheit das Aufdecken unserer Jahrtausende alten Lügen und unseres jämmerlichen Selbstbetrugs. – Allen Meistern und ganz besonders dem Meister in dir ist diese Schrift gewidmet.
Jesus gab ihnen Visionen
Mein Vertrauen in die Menschheit sagt mir, dass jeder seine eigene Sprache besitzt und es nicht nötig hat, mit Zitaten und Zahlen zu argumentieren. Religion ist nicht Jurisprudenz, die Bibel ist kein Gesetzbuch. Jesus hat kein Neues Testament geschrieben. Er hat wie viele der großen Meister, wie auch Buddha, wie Kabir, keine eigenen Schriften hinter-lassen. Kabir sagte: “Ich berühre keine Tinte und kein Papier, diese Hand hat nie einen Stift gehalten, die Großartigkeit der vier Zeitalter erzählt Kabir mit seinem Mund allein.”
Jesus hat gepredigt, hat sich unterhalten, hat mit den Menschen Wein getrunken und gegessen, war unter ihnen und mit ihnen, hat ihre Worte benutzt, ihr Lachen gelacht und hat ihnen Visionen gegeben. Er hat sie als seine Brüder und Schwestern bezeichnet und ihnen gezeigt, dass die Flamme des Heiligen Geistes auch in ihnen lodert. So begannen sie bald in ihren Zungen davon zu reden. Das war tief und wahrhaftig und es überzeugte immer mehr Menschen. Es entstand diese wundervolle Bewegung des Friedens, der Liebe, der Verantwortlichkeit, der Gleichheit aller in Gottes Geist.
Dann begann wieder das alte Spiel. Die Macht und die Politik forderten ihr Scherflein. Texte wurden geschrieben, redigiert, korrigiert,
aussortiert, umgedeutet und in Gesetze und Paragraphen verwandelt. Jeder Buchstabe wurde umgekehrt, verdreht und dann mit Blut beschmiert. Es ist ein göttliches Wunder, dass die Essenz dennoch
erhalten blieb. Sie blieb aber vor allem in denen erhalten, welche die Bruderschaft und Schwesternschaft Jesu annahmen. Doch sie mussten in dem vom alten römischen Geist unterwanderten "Christentum"
entweder schweigen oder sehr geschickt zitieren und interpretieren, um sich, wie in einer Geheimsprache, den Wenigen, die ebenfalls vom Geist Gottes berührt wurden, mitteilen zu
können.
Diese Zeit ist nicht vorbei! Auch heute noch müssen Menschen ihr Herz verstecken, da den Wahrhaftigen Verachtung, Verfolgung, Fesseln, Folter und Tod drohen. Aber der Geist ist immer da, in Freiheit, in Leichtigkeit. Jeder ist aufgefordert das Abenteuer zu wagen, rückhaltlos sich selbst zu sein. Seinen Tanz zu tanzen, seine Melodie zu singen, sein Licht zu entzünden, seine Freude zu zelebrieren und ganz nach seinem ureigenen Wesen die alles überstrahlende Flamme in die Welt zu tragen.
Was diese Zeit braucht und wohl auch ausprägen wird, ist Religiosität in den Menschen, Rückbindung zur Quelle, zu unserem Ursprung, der für alle der Gleiche ist, egal in welchem Glaubenssystem wir auch aufgewachsen sind. Es gibt für uns alle nur das eine Göttliche, die Schöpferkraft, die und gezeugt hat, zu der wir wieder zurückkehren werden und in deren liebenden Armen wir alle Zeit sind und waren. Es geht in dieser Welt um Menschlichkeit und ein schlichtes, einfaches Leben in Verantwortlichkeit, Mitgefühl und Liebe. Und es geht darum zu erkennen, dass wir als Menschen geistige Wesen sind, einen geistigen Ursprung haben und wieder zurückkehren werden ins Licht. - Am Ende stelle ich ganz kurz mein Buch "DER MEISTER" vor.
Es ist für 20,- € hier portofrei (D) bestellbar: bhajan-noam@gmx.de
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