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Gesundheit

ZEOLITH-KUR - Für deine Gesundheit wichtiger denn je!
 
Mache mehrmals jährlich eine 2-3wöchige Kur mit Zeolith. Diese Heilerde vulkanischen Ursprungs befreit deinen Körper von allen Giften, Schwermetallen bis hin zu radioaktiver Strahlung. Reinigt den Darm und entlastet die Leber. Einnahme: 2 gehäufte TL in 250 ml warmem Wasser verrühren (kein Metallöffel) und in langsamen Schlucken trinken. Immer etwas im Mund behalten, da Zeolith auch über die Schleimhaut aufgenommen wird. Morgens eine Stunde vor einer Mahlzeit und drei Stunden vor einer Medikamenteinennahme. Mögl. Bezug: www.zeolith-bentonit-versand.de
 
 
Wissenschaftliche Studie: Zeolith (Klinoptilolith)
 
Klinoptilolith gehört zur Gruppe der Zeolith-Minerale, die häufig in Vulkangebieten zu finden sind. Zeolithe weisen ein mikroporöses Gerüst aus sich abwechselnden [SiO4]- und [AlO4]-Tetra­edern auf. Daraus ergibt sich eine Struktur mit Hohlräumen, vergleichbar einem mineralischen Schwamm. Durch die zahlreichen Poren und Kanäle verfügen Zeolith-Minerale über eine enorm große innere Oberfläche und können Moleküle adsorbieren, die einen kleineren Durchmesser besitzen als die Porenöffnungen. Da Zeolithe eine anionische Gerüstladung aufweisen, nehmen sie zum elektrischen Ladungsausgleich Alkali- und Erdalkali-Ionen auf.
 
Siliziummineralien und ihre Wirkungen zur Erhaltung
und Wiederherstellung der Gesundheit 
von Prof. em. Prof. Dr. med. habil. Karl Hecht 

 
• Systemische Umweltschadfaktorenwirkung auf den Menschen beachten
• Mit Schubladendenken sind Umweltprobleme nicht zu lösen
• Siliziummineralien und Gesundheit. Warum wird das älteste Heilmittel der Menschheit von der modernen deutschen Medizin   missachtet?
• Internationaler wissenschaftlicher Erkenntnisstand: Ohne SiO2 ist kein Wachstum, keine Gesundheit, keine Lebensqualität möglich.
• Silikate wie Montmorillonit und Klinoptilolith-Zeolith sind die besten Ausleitwirkstoffe zur Entfernung von Schadstoffen aus dem menschlichen Körper.
 
In den letzten fünf Jahrzehnten wurden die Natursilikate Klinoptilolith-Zeolith und Montmorillonit für die Gesundheit der Menschheit erschlossen. Russland, Japan, Kroatien und China sind führend. Beispiele für Ausleitung von Radionukliden aus dem menschlichen Körper mit dem SiO2-reichen Natur-Klinoptilolith-Zeolith und Montmorillonit.
 
1. Japan1945 nach Abwurf der Atombomben
2. Tschernobyl/Ukraine 1984 nach Atomreaktor-Katastrophe Freisetzung von Caesium 137 Strontium 90
Der explodierte Atomreaktor in Tschernobyl wurde mit dem SiO2-reichen Klinoptiloith-Zeolith „eingesargt“.
 
Schadstoffe blockieren gewöhnlich die Aufnahme von nützlichen, dringend vom Menschen benötigten Mineralien. An den Stellen, an denen z. B. Na+, Mg++, Ca++, K+ und andere derartige Mineralien im Körper „andocken“ sollen, verwehren die unfreiwillig aufgenommen Schadstoffe diese Möglichkeit. Somit ist die Einnahme der verschiedensten Mineralien völlig nutzlos. Sie verlassen ohne Wirkung wieder den Körper. Der Natur-Klinoptilolith-Zeolith hat die Eigenschaft, die Schadstoffe auszuleiten und die Andockstellen an den menschlichen Zellen für die dringend benötigten Mineralien frei zu machen. Der Natur-Klinoptilolith-Zeolith hat für die Medizin hoch zu schätzende, unverzichtbare Wirkeigenschaften.
 
Natur-Klinoptilolith-Zeolith sichert die Aufnahme von Mineralien durch vorherige Ausleitung der im Organismus befindlichen Schadstoffe
 
Die vollständige Studie von Dr. med. Karl Hecht, Professor für Neurophysiologie, ist als PDF runterladbar: http://www.rainer-bartosch.de/Froximun/Studien/Siliziummineralien_und_Gesundheit_Prof._Hecht.pdf
 
 
 

ROHKOST MACHT DIE MUSKELN GESCHMEIDIGER

Wenn du dich längere Zeit überwiegend (je nach Konstitutionstyp) mit Rohkost ernährst, am besten nach der Methode des Intermittierenden Fastens, wirst du bemerken, dass deine Muskulatur fast wie von alleine geschmeidiger wird. Der Grund hierfür ist, dass eine Rohkosternährung die Muskulatur entschlackt und damit die Verhärtungen, die aus angesammelten Schlackenstoffen bestehen, sich allmählich auflösen. Mit regelmäßiger Yogapraxis kann sich dieser Prozess noch rascher vollziehen. Muskelkater wird zum Fremdwort, denn Muskelkater entsteht nur in Muskulatur, in der sich Schlackenstoffe angesammelt haben. Der Milchsäureprozess, der in verschlackter Muskulatur durch kräftige Bewegung inganggesetzt wird und der die Muskeln reinigt, wird von uns als Schmerz, als sog. Muskelkater empfunden. Das kann bei gereinigter Muskulatur nicht mehr geschehen.

 

 

 

ADAPTOGENE PFLANZEN BEI STRESS

 

Bei Adaptogenen handelt sich um eine einzigartige Klasse an Heilpflanzen. Sie helfen den Körper ins Gleichgewicht zu bringen, zu erneuern und zu schützen. Mit ihrer Hilfe kann er auf jegliche Einwirkung wie auch auf Stressauslöser richtig reagieren. Sie tragen so zu einer Normalisierung der Körperfunktionen bei. Chronischer Langzeitstress ist schlecht für unsere Gesundheit. Adaptogene erhöhen die Stressresistenz des Körpers.

 

Unser Körper setzt als Reaktion auf Stress das Hormon Cortisol frei. Ein anhaltender hoher Cortisolspiegel sowie chronischer Stress können jedes System im Körper beeinträchtigen, einschließlich unserer Schilddrüse und den Nebennieren. Cortisol gilt auch als Alterungshormon. Steigt der Cortisolspiegel an, erleben wir eine „Kampf-oder -Flucht“-Reaktion. Unser sympathisches Nervensystem sowie unsere Nebennieren werden dadurch stimuliert. Da sich der Körper zwischen Kampf oder Flucht entscheiden muss, geraten andere Körperfunktionen wie das Verdauungssystem in den Hintergrund. In diesem Fall werden Stoffe im Verdauungssystem nur noch vermindert freigesetzt. Gleichzeitig steigt der Blutdruck an. Läuft alles normal, reagieren unser Körper und unser Gehirn richtig auf diese Stressoren und gleichen den Cortisolspiegel aus, unser Körper kehrt in seinen Normalzustand zurück.

 

Auf folgende Punkte ist zu achten:

• Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und Erholung, ein aktiver Lebenswandel, Zeit zur Reflektion (z.B. ein Tagebuch führen) sowie soziale Kontakte pflegen, können dabei helfen, sich vor chronischem Stress zu schützen, der unsere Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann.

• Die Einnahme von Adaptogenen kann uns widerstandsfähiger gegen die schädlichen Auswirkungen von chronischem Stress machen und unseren Körper vor ständig hohen Cortisolwerten schützen.

• Adaptogene Kräuter, die uns helfen können, uns vor den Auswirkungen von chronischem Stress zu schützen, sind u.a. Panax Ginseng, Tulsi, Ashwagandha, Astragaluswurzel, Süßholzwurzel, Rhodiola Rosea und Cordyceps.

 

 

 

SEKUNDÄRE PFLANZENSTOFFE (Phytamine)

 

Sekundäre Pflanzenstoffe werden im naturheilkundlichen Bereich auch als Phytamine bezeichnet. Sie haben einen hohen Stellenwert für unsere Gesundheit. Bis heute sind unter anderem folgende Wirkungen bekannt (mit Pflanzenbeispielen):

 

1) Senkung des Blutdrucks: Polyphenole – Granatapfel
2) Therapie der Herzinsuffizienz: Cardenolide – Digtalis, Weißdorn
3) verhindert Thrombosen: Sulfide – Zwiebeln, Knoblauch, Lauch
4) Regulierung des Blutzuckerspiegels: Phytin – Getreide
5) Förderung der Verdauung: Polyphenole – viele Gewürze (Fenchel, Anis, Kümmel)
6) Bekämpfung von Bakterien: Phenolsäuren – in Früchten
7) Anregung des Immunsystems: Polysaccharide – Getreide, Kartoffeln
8) Entzündungshemmend: Saponine – Hülsenfrüchte, Hafer; Flavonoide – fast alle Pflanzen
9) Senkung des Cholesterins: Phytosterine – fast alle Planzen, saponinhaltige Pflanzen
10) Hemmung der Krebsentstehung: Carotinoide – Möhre, Spinat, Paprika, Orangen; Polyphenole – Walnuss, Mango, Granatapfel
11) antioxidativ: Flavonoide – fast alle Pflanzen
12) hormonähnliche Wirkung: Phytohormone, Phytoöstrogene – Soja, Hopfen, Rotklee

 

 

 

INTERVALLFASTEN

 

Der goldene Weg gesund zu bleiben oder schnell wieder gesund zu werden

 

Als Fasten bezeichnet man den zeitweisen Verzicht auf (bestimmte) Speisen, Getränke oder Genussmittel. Beim Intervallfasten, auch intermittierendes Fasten genannt, geht es nur um den Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme. In der Literatur werden dazu verschiedene Methoden aufgeführt.

 

An dieser Stelle möchte ich zunächst zwei Punkte aus meiner Sicht deutlich machen:

 

1) Essen ist keine Methode, auch wenn Methoden für manche Menschen hilfreich sein mögen, so wäre es doch ein Gewinn, es als einen ganz wesentlicher Teil unseres Lebens zu betrachten und damit als ein lebendiges Geschehen. Essen sollte für einen bewussten Menschen nicht ein Akt des Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe Zufügens sein, um seinen Tag gut über die Runden zu bringen. Jede Mahlzeit darf eine Insel im Tagesgeschehen sein und sollte entsprechend mit ganzer Aufmerksamkeit und auch Dankbarkeit als eine heilige Handlung zelebriert werden. Man kann z.B. ein Gebet oder einen Segen über seinen Teller sprechen oder denken. Wer eher wissenschaftlich als religiös veranlagt ist, sollte sich die Forschungen des Biophysikers Fritz-Albert Popp vor Augen führen, der die Entdeckung des russischen Wissenschaftlers Alexander Gurwitsch neu aufgriff und nachwies, dass alles organische Leben Licht, Biophotonen, ausstrahlt. Und er vermutete, dass Biophotonen den Zellen zur Kommunikation dienen. In der jüdischen Tradition kennt man seit Jahrtausenden das „Erwecken der Lichtfunken“ in allen Wesen und Dingen durch aufmerksame Hinwendung und Gebet. Es sind zwar auch die zuvor genannten Stoffe, die uns nähren, doch viel mehr ist es das Licht, die Energie, die wir mit unserem bewussten Willen in uns selbst, wie z.B. auch in unserer Mahlzeit erwecken können und die allem eine ganz andere Qualität verleiht.

 

2) Fasten ist herbei für mich nicht der treffende Ausdruck, es ist auch keine Diät, die in der Regel einen vorübergehenden Charakter hat. Für mich ist es eine Ernährungsweise, eine weise Ernährungsform. Eine kultivierte Ernährungsform, die sowohl dem Körper wie den Zutaten der Speisen eine große Wertschätzung entgegenbringt. Es handelt sich, wenn man so will, um ein Ritual, dass man in seinen Tagesrhythmus lebendig integriert, weil man nach einiger Zeit des Ausprobierens spürt, dass es ganzheitlich guttut, das es körperlich gesünder, vitaler, kraftvoller, seelisch ausgeglichener und geistig wacher macht. Im Grunde ist es tatsächlich eine Rückkehr zu einem uns innewohnenden natürlichen Rhythmus. Wenn ich diese Ernährungsform dennoch methodisch klingend „6:18 Ernährung“ benenne, so sollen Zahlen nur dem Beginnenden eine kleine Erinnerung sein.

 

Die 6:18 Ernährung

 

Diese besagt in knappen Worten (im Gegensatz zu dem langen aber notwendigen Vorwort), dass du innerhalb von 6 Stunden, oder auch weniger oder etwas mehr, zwei Mahlzeiten zu dir nimmst und in den übrigen 18 Stunden nichts isst sondern nur (wie während der ganzen Zeit) ausreichend Wasser trinkst. Das entlastet die Verdauungsorgane, lässt sie die zugeführte Nahrung wesentlich besser verstoffwechseln und es bilden sich keine ungünstigen Gärungen im Darm, wie es bei Überfüllung der Fall ist.

 

Vorausgesetzt du ernährst dich dabei biologisch und vegan mit viel Obst und Rohkostanteil, verzehrst keinen Weizen und Weizenprodukte, Zucker und alle Produkte, die Zucker enthalten, hast du gänzlich gestrichen, Kohlenhydrate hast du reduziert, du lebst körperbewusst mit Bewegung und Ruhephasen im richtigen Maß, hast dir ein erfüllendes und freudvolles Leben geschaffen, kannst deiner Berufung folgen und lebst in einer harmonischen Beziehung, dann brauchst du dir um Krankheit oder Vitalitätsmangel keine Gedanken zu machen.

 

Die Zeiten kannst du dir frei nach deinem persönlichen Lebensstil und -rhythmus einrichten.

 

Mir ist bewusst, dass es für viele Menschen einen Entwicklungsweg oder -prozess darstellt, den jeder auf seine ganz individuelle Weise, doch mit stetig wachsendem Feingefühl für sich selbst, gehen und durchleben muss. Wie ich keinem Menschen den Veganismus aufzwingen würde, sondern sagen würde, probiere es einmal 14 Tage aus und spüre, wie du dich danach fühlst, so würde ich es auch hierbei machen. Probiere es aus und schau, wie du dich fühlst. Stimme es dann auf dich ab. Ein radikaler Wechsel ist nur selten gut und förderlich. Gehe langsam, mit Bewusstsein und Wertschätzung dir selbst gegenüber in diese Richtung.

 

 

Ergänzend dazu eine alte Pyramiden-Inschrift für Kranke und Gesunde

 

Ratschlag für Kranke: Faste und trinke Wasser, nichts sonst. Zwinge dir bei natürlicher Appetitlosigkeit kein Essen auf. Appetitlosigkeit oder mangelndes Hungergefühl sind eine Selbstheilreaktion des Körpers. Ausreichend Wasser trinken ist eine Reinigung für alle Gewebe. Faste, wenn es der Körper signalisiert und solange, wie er es signalisiert.

Ratschlag für Gesunde: Die meisten Menschen überfüllen sich beim Essen. Ein Viertel ist für das Leben des Menschen, drei Viertel sind für das Leben der Ärzte. Das gilt auch für Kinder. Kinder besitzen meist noch ihren natürlichen Instinkt, müssen oft aber widernatürlich den Ängsten der Eltern folgen. (Frei übertragen)

 

Buchempfehlung: "Warum nur die Natur uns heilen kann" von Dr. Dr. Karl J. Probst.
Um die tieferen körperlichen Geschehnisse und Zusammenhänge zu verstehen und die jeweilige Wirkung richtiger und falscher Ernährung logisch nachvollziehen zu können, ist dieses Buch des Forschers, Naturwissenschaftlers und Arztes unerlässlich.

 

 

 

WASSER SOLLTE AN ERSTER STELLE AUF DEINER GESUNDHEITSLISTE STEHEN

 

Der menschliche Körper besteht zu 70% aus Wasser. Deshalb ist es wichtig, dass du genügend Flüssigkeit zu dir nimmst. Und zwar Wasser! Bekommt der Körper zu wenig Wasser, muss er Wasser aus dem Knorpelgewebe entspeichern. Bandscheibenvorfälle und Gelenkserkrankungen sind ein deutliches Zeichen, dass der Körper über viele Jahre zu wenig Wasser bekommen hat. Du musst deine Flüssigkeitsräume wieder anfüllen und dann gefüllt lassen.

 

Eine weitere Funktion des Wassers ist die Entgiftung und Entschlackung des Körpers. Was der Staubsauger für deine Wohnung ist, ist das Wasser in deinem Körper. Es hat die Eigenschaft, Schlacken an sich zu binden und mit hinaus zu tragen.

 

Innerhalb des Körpers, wie auch innerhalb der Zellen wird Wasser gebraucht, damit die Stoffe frei beweglich sind und sich gegenseitig als Reaktionspartner finden. Bestimmte Stoffe – z.B. bei der Verdauung – können nur über die Hydrolyse (Lösung durch Wasser) aufgeschlüsselt werden. Ist kein Wasser vorhanden, können sie nicht aufgespalten werden und der Organismus kann sie nicht verwenden. So werden sie entweder unbenutzt abgelagert oder wieder ausgeschieden.

 

Die alten Chinesen sagen, dass im Darm die Gesundheit sitzt. Bei vielen ist er jedoch sehr verschlackt, weil das Verzehrte zu lange im Darm bleibt. Das führt zu giftigen Fäulnisprodukten, die vom Körper aufgenommen werden und ihn auf Dauer krank machen. Bei zu wenig Flüssigkeitszufuhr resorbiert der Darm mehr Wasser als er über die Nahrung erhält, er muss es dem Körpergewebe entziehen. Mangelnde Ausscheidung ist unter anderem eine Folge von zu wenig trinken. Nur mit genügend Flüssigkeit hältst du den Darm aktiv.

 

Die meisten degenerativen Erscheinungen wie frühzeitige Alterung, Bandscheiben- und Gelenkbeschwerden und entzündliche Prozesse entstehen in erster Linie durch Wassermangel. Du kannst nicht erwarten, gesund zu werden, wenn du den Körper nicht mit der notwendigen Flüssigkeit versorgst. Der Körper kann für alle seine Funktionen nur Wasser verwenden, alle anderen Flüssigkeiten brauchen zusätzliches Wasser, weil sie eine dehydrierende Eigenschaft besitzen.

 

Äußerlich angewendet dient Wasser nicht nur zu deiner physischen Reinigung, es reinigt dich auch energetisch, indem es alles Störende, Disharmonische, Unlebendige aus deinem Körper und Energiefeld herauszieht und beseitigt. Wasche deine Hände direkt nachdem du morgens aufgewacht bist. In der Nacht im Tiefschlaf verlässt die Seele deinen Körper und es können alle mögliche Energien eindringen, die du vielleicht gar nicht bemerkst, die dich auf Dauer aber krank machen können. Während kaltes Wasser über deine Hände und Arme fließt, verlassen diese Energien deinen Körper und er nimmt die Frische und Lebendigkeit des Wassers in sich auf. Alleine dieses kleine Ritual, wenn du es mit Bewusstheit durchführst, kann wesentlich zu deiner Gesundheit beitragen.

 

Reinige ebenfalls vor jeder Mahlzeit deine Hände. Deine Mahlzeit sollte heilig sein, nährendes Prana, das du mit reinem Körper und friedvollem Geist in Dankbarkeit entgegennimmst. Erkunde für dich die lebensspendende Kraft des Wassers und nutze sie bei jeder Gelegenheit. Die Griechen und Römer hatten einen kultivierten Umgang mit Wasser, im Judentum hat es einen hohen Stellenwert und Pfarrer Kneipp hat vieles über die sanfte Heilkraft des Wassers geschrieben. In Indien wird dem Bad im Ganges göttlicher Segen, körperliches Wohlergehen und die Befreiung von allem Krankmachenden zugesprochen.

 

 

 

ISCHIAS

 


Schmerzzustände, die im Wurzel- und Versorgungsbereich des Nervus Ischiadicus auftreten, nennt man Ischialgie (umgangssprachlich Ischias) bzw. Lumboischialgie (wenn zusätzlich Schmerzen im Bereich der Lendenwirbel bestehen).

 

Der Nervus Ischiadicus ist der größte und dickste Nerv des menschlichen Körpers. Er entspringt dem Plexus sacralis und seine Fasern kommen aus den Wirbelsegmenten L4 bis S3, das heißt aus dem unteren Lendenbereich und dem Kreuzbein. Die Wurzeln des Ischiasnerven vereinigen sich in der Beckengürtelmuskulatur zu einem fingerdicken Strang, der vereinfacht gesagt unter dem großen Gesäßmuskel entlang des Biceps, des zweiköpfigen hinteren Oberschenkelmuskels, abwärts verläuft. Er teilt sich in zwei Äste, den Tibialis und den Fibularis. Diese beiden Hauptäste versorgen ab der Kniekehle Unterschenkel und Fuß. Es gibt neben den motorischen auch sensible Anteile.

 

Die Ursachen für eine Ischialgie können degenerativer Natur sein: Bandscheibenvorfall und Spinalkanalstenose, eine Einengung der Nervenaustrittsbahn im Wirbelbereich. Nicht-degenerative Ursachen sind Neuropathien, Borreliose, Herpes zoster (Gürtelrose),
rheumatische Entzündungen, Tumore, Zysten. Weitere Ursachen sind angespannte und verhärtete Muskulatur sowie Verklebungen der Faszien. – Die häufigste Ursache sind Vorfälle der beiden unteren Bandscheiben zwischen Kreuzbein und 5. Lendenwirbel und zwischen 5. und 4. Lendenwirbel.

 

Bandscheibenbedingte Ischiasbeschwerden werden begünstigt durch: Mangelnde körperliche Bewegung (sitzende Tätigkeit ohne Ausgleich), Übergewicht, Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule, Schwerarbeit, Fehlbelastungen, Fehlhaltung, Stress.

Die Symptome der Ischialgie sind ein ziehender oder reißender Schmerz, der vom Gesäß ins hintere Bein ausstrahlt, Taubheitsgefühl (häufig in den Zehen); in schweren Fällen Lähmungserscheinungen, Störungen beim Entleeren der Blase, auch Inkontinenz, Potenzstörungen beim Mann.

 

Ähnlich wie der Lumbago haben auch Ischiasbeschwerden eine lange Vorgeschichte. Durch die oben genannten begünstigenden Faktoren haben sich über Jahre die entsprechenden Muskeln verhärtet und verkürzt, was mit einer Verklebung der Faszien einhergeht. Die Folgen davon sind ein verstärkter Druck auf die Bandscheiben und ein Einengen der Spinalnerven. Zusätzlich erfährt der Ischiasnerv in seinem Verlauf Druck durch das verspannte Muskelgewebe bzw. Irritation durch Verklebungen.

 

Was ist zu tun? Im akuten Fall hilft sanfte gezielt und kunstvoll ausgeübte Manuelle Therapie (Massage und passive Dehnungen), Wärmeanwendungen (wenn keine Entzündung vorliegt), Fußreflexzoen-Massage Stufenlagerung zum Entlasten, sanfte aktive Dehnübungen unter anfänglicher individueller Anleitung eines guten Yogalehrers oder Körpertherapeuten, Atemübungen, die den unteren Rücken betonen, denn das Zwerchfell endet mit seinem hinteren Zipfel am zweituntersten Lendenwirbel, wir können also tief in den Rücken atmen und ihm so einerseits Weite geben und ihn andrerseits mit vitalisierendem Prana versorgen. Eine weitere Hilfe ist genügend zu trinken. MSM (organisch gebundener Schwefel) hilft besonders bei entzündlichen Prozessen; ebenso Vitamin D3 in Verbindung mit Vitamin K2, Magnesium und Vitamin C. Wie immer geht es aber vor allem darum, ein Bewusstsein für den eigenen Körper zu entwickeln und dieses mehr und mehr zu vertiefen. Und nicht minder geht es um unser Selbstwertgefühl.

 

Wer sich schätzt, überschätzt sich nicht und überfordert sich nicht.

 

 

 

HEXENSCHUSS

 

Hexenschuss (Lumbago) ist alles andere als ein unerklärbares Mysterium. Wenn man das glaubt und die Zusammenhänge nicht kennt, kann man nicht echte Abhilfe schaffen. Tatsache ist: Einem Hexenschuss geht in den allermeisten Fällen ein zumindest leichter Bandscheibenvorfall voraus oder er geht mit ihm einher. In jedem Fall findet ein plötzlich verstärkter Druck auf die Spinalnerven (die Nerven, die zwischen zwei Wirbeln austreten) statt, deren Austrittsbahnen in der Regel schon zuvor durch Muskelverkürzung im Rückenstreckerbereich eingeengt waren. Deshalb wird der Lumbago auch durch eine ruckartige Bewegung beim Heben, Bücken oder Drehen des Rumpfes ausgelöst. In seltenen Fällen kann auch eine Entzündung oder ein Tumor vorliegen und eine mögliche Ursache sein.

 

Ein geschmeidiger Mensch mit entspannter Rückenmuskulatur bekommt keinen Lumbago. Wenn aber vornehmlich die kleinen Rückenstrecker, die von Querfortsatz zu Querfortsatz der einzelnen Wirbel verlaufen, sich durch langanhaltende Spannung verkürzt haben, können sie beim Beugen und Drehen des Rumpfes nicht nachgeben und so findet der oben beschrieben Druck auf die Spinalnerven statt.

 

WICHTIG: Dieser Druck löst einen Schutzmechanismus aus, bei dem sich die Rückenmuskeln anspannen, um den Wirbelsäulenbereich zu versteifen und ihn so an weiterer Bewegung zu hindern. Was wir beim Lumbago also erleben ist eigentlich eine fürsorgliche Reaktion des Körpers, um sich selbst vor weiterer Verletzung zu bewahren.

 

Die einfachste und schnell wirkende Hilfe ist Wärme, innerlich wie äußerlich. Eine erste Hilfe ist, dass man einen Liter heißes Wasser trinkt. Das wärmt nicht nur von innen heraus, sondern füllt auch die Bandscheiben, die zu einem hohen Prozentsatz aus Wasser bestehen, auf und macht so die Spinalnerven wieder frei. Von außen kann man z.B. mit einer heißen Rolle (Beschreibungen dazu gibt es auf youtube) recht einfach und schnell die beteiligten Rückenmuskeln wieder entkrampfen. Begleitend ist auch Fußreflexzonen-Massage sehr hilfreich.

 

Wichtiges Wissen zu Hexenschuss und Bandscheibenvorfällen und auch Gelenkerkrankungen: Wer unter diesen Problemen leidet, hat über Jahre hinweg zu wenig getrunken. Der Darm braucht für den Verdauungsprozess viel Flüssigkeit. Erhält er sie nicht, nimmt er sie sich aus dem Körper z.B. aus den Bandscheiben, aus den Gelenken usw.

 

Fazit: Das Entstehen eines Lumbago hat in der Regel eine längere Vorgeschichte und ist keineswegs geheimnisvoll, denn es lässt sich sehr einfach physiologisch erklären. Es können natürlich immer auch psychische Komponenten mitspielen. Anspannung im Rücken bedeutet, dass man sich zuviel Verantwortung auflädt. Ein Unmaß an Verantwortung lädt sich nur jemand auf, der Minderwertigkeitskomplexe hat und glaubt, sich immer und überall beweisen zu müssen. Yoga und Meditation können auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene sowohl vorbeugen wie lindern und heilen, indem sie einerseits den Menschen nach und nach auf den Selbsterkenntnisweg bringen und andererseits seinen Körper bewusster, beweglicher und geschmeidiger werden lassen.

 

 

 

ARTHROSE

 

Bei Arthrose handelt es sich um eine entweder im Anfangsstadium befindliche oder mehr oder weniger fortgeschrittene Zerstörung des Knorpelgewebes eines oder mehrerer Gelenke. Zunächst gilt es zu unterscheiden, ob die Ursache der Arthrose mechanischer Natur ist, ob sie hormonelle Ursachen hat oder ob sie Folge einer Entzündung (Arthritis) ist. Nicht selten wird Arthritis mit Arthrose verwechselt oder mit ihr gleichgesetzt. Beide Krankheitsbilder können aber auch miteinander einhergehen. Eine Arthritis kann nach und nach das Gelenk zerstören und eine Arthrose kann zu einem entzündlichen Prozess führen. In selteneren Fällen können auch Unfälle mit Gelenkverletzungen eine Ursache sein. Bei einer Behandlung muss individuell vorgegangen werden.

 

Fast pauschal kann man sagen, wie ich es in mehreren Artikeln schon getan habe, dass zumindest begleitend ein Wassermangel im Körper besteht. Für die Verdauung und die Verstoffwechselung wie für andere Prozesse braucht der Körper ausreichend Flüssigkeit. Steht sie nicht zur Verfügung, entzieht er sie z.B. den Gelenken und den wasserreichen Bandscheiben. Infolgedessen können die Bandscheiben abflachen und es entstehen Ischiasprobleme u. ä. und den Gelenken fehlt die Synovialflüssigkeit (Gelenkschmiere), sodass Knorpel auf Knorpel zu reiben beginnt. Das führt zu einer allmählichen Zerstörung, die sich sehr schmerzhaft auswirken kann.

 

Auf hormonelle Ursachen werde ich hier nicht eingehen, da sie den Händen des Arztes oder Heilpraktikers überlassen bleiben.

Die häufigsten Ursachen einer Arthrose neben dem Wassermangel sind eine langfristige Überbelastung der Gelenke, aber auch Unterbelastung gepaart mit Bewegungsmangel. Mit dem Geschehen einher geht immer eine Verkürzung der die Gelenke umgebenden Muskulatur. Jede Form von Gelenken wird durch zwei Gruppen von Muskeln bewegt: Von den Beugern und von den Streckern. Beuger und Strecker arbeiten stets gemeinsam. Übt die eine Gruppe die Bewegungsfunktion aus, hat die andere Gruppe eine Haltefunktion. Das ist ein ständiges Wechselspiel.

 

Sowohl durch übermäßige Belastung wie durch mangelnde Bewegung verkürzen sich mit der Zeit die Muskeln. Viele Menschen haben sich auch im Laufe ihres Lebens unbewusst bestimmte Bewegungsmuster angewöhnt, die zu Spannungen führen, und jede Spannung führt auf Dauer zur Verkürzung und Verhärtung und damit Unflexibilität des Muskelgewebes. Sind die Beuger verkürzt, sind immer auch die Strecker verkürzt. Es gibt nicht den Fall, dass eine Gruppe verändert ist und die andere normal geblieben ist. Das bedeutet aber für das Gelenk, dass beide Kräfte gemeinsam (verkürzte Beuger und verkürzte Strecker) Druck ausüben – bei jeder Bewegung und nach und nach sogar in der Ruhephase. Knorpelgewebe beginnt auf Knorpelgewebe zu reiben. Normalerweise besteht kein Kontakt, weil hier die Gelenkschmiere als Schutzfilm dient. Der erhöht Druck führt aber zum Kontakt und damit zu einer fortschreitenden Zerstörung.

 

Wenn wir unsere Haut z.B. durch einen Schnitt verletzen, wird das Hautgewebe beim Heilungsprozess durch das festere darunterliegende Bindegewebe ersetzt, was dann später das sog. Narbengewebe ist. Beim Knorpel ist es ähnlich. Das verletzte Knorpelgewebe wird nicht durch gleiches Gewebe ersetzt, sondern der Körper baut das härtere Knochengewebe ein. Ab diesem Zeitpunkt steigern sich sowohl der Zerstörungsprozess wie auch die Schmerzen.

 

Bewegungsmangel führt zu einer geringeren Produktion der Gelenkschmiere, die in der Gelenkkapsel gebildet wird. So kann es auch bei Bewegungsmangel plus Wassermangel und verkürzten Muskeln zur Arthrose kommen. Da bei den meisten Menschen ernährungsbedingt auch noch eine gelenkzerstörende Übersäuerung hinzukommt, muss der Heilungsansatz breit gefächert sein. Das, womit jeder sofort und eigenständig beginnen kann, ist genügend zu trinken und seine Ernährung auf basenreiche Kost umzustellen. Am günstigsten wirkt sich eine vegane Ernährung mit genügend Rohkostanteil aus. Zucker und alle Produkte, die Zucker enthalten, sollen gänzlich gestrichen werden. Kohlenhydrate gilt es ebenfalls zu reduzieren. Sehr günstig wirkt sich das Intermittierende Fasten auf jegliche Gesundungsprozesse aus. Zu diesem Thema gibt es etliches an Literatur. Ein von mir verfasster Artikel ist hier verlinkt. (LINK zu „INTERMITTIRENDES FASTEN“) + Buchempfehlung: „Warum nur die Natur uns heilen kann“ von Dr. med. habil. Dr. Karl J. Probst

 

Eine physiotherapeutische Behandlung ist bei Arthrose unerlässlich. Auch Wärmeanwendungen, sofern kein entzündlicher Prozess vorliegt, sind sehr zu empfehlen. Es geht dabei um ein Entspannen und wieder geschmeidig machen des verkrampften Muskelgewebes wie auch um das Auflösen von Verklebungen.

 

Geht mit der Arthrose ein entzündlicher Prozess einher, wirkt sich zum einen schon die oben erwähnte Ernährungsumstellung günstig aus, zum anderen gibt es einfache und sehr wirksame Mittel wie MSM (organisch gebundener Schwefel) und vor allem frisch geriebener Ingwer, der in ausreichender Menge täglich dem Essen zugefügt wird. Beide Mittel dämmen die Entzündung effektiv ein.

 

An dieser Stelle empfehle ich mein Buch „LEBENSREZEPTE – Gesundheit, Weisheit, Liebe“, das im besten Sinne ganzheitlich über Gesundheit und Krankheit spricht und viele Rezepte parat hält. Einfach hier portofrei bestellen: bhajan-noam@gmx.de

 

Einige Worte zum Thema Bewegung: Hier wird oft als Erstes die Empfehlung ausgesprochen, die Muskeln zu stärken, zu trainieren. Angespannte Muskulatur ist verkürzt und verhärtet, beginnen wir hier mit kräftigenden Übungen, wird quasi die Spannung und Verhärtung immer tiefer eingebaut. Das Erste ist immer Lockerung, das Zweite ist Lockerung und das Dritte ist Lockerung. Das geschieht durch die physiotherapeutischen Anwendungen und durch lockernde Übungen, dann aber auch vermehrt durch Dehnungsübungen. Dehnungsübungen bewirken, wenn sie richtig durchgeführt werden, eine rasche Entspannung der Muskeln. Innerhalb der Muskeln befinden sich die Propriorezeptoren, nervliche Sensoren, die den aktuellen Spannungszustand registrieren und an das Gehirn weiterleiten. Das Gehirn gibt dem Muskel darauf den Befehl, sich zu entspannen. Dieser Prozess braucht jedoch etwa 12-15 Sekunden. Deshalb muss die Dehnung mindestens ebenso lange gehalten werden, wenn sie eine Wirkung erzielen soll.

 

Durch ein Einbeziehen des Atems kann man die Wirkung der Dehnungsübungen noch potenzieren. „Kumbhaka“, der gehaltene Einatem, ist hier wie bei Vielem das goldene Rezept. Jede Dehnung wird mit einem tiefen Einatem verbunden, das Halten der Dehnung mit dem Halten des Atems und das Lösen mit dem Ausatem. Dehnung ist Weite und in die Weite strömen Atem und Prana reflektorisch wie von einem Magnet angezogen. In der Haltephase können sich Sauerstoff und Prana in dem gedehnten Bereich ausbreiten und zur Wirkung kommen. Mit dem darauffolgenden Ausatem lässt man alle Spannungen los und auch Schlackenstoffe können dabei den Körper verlassen. Übt man mit dieser Intension, hat man tiefgehende Wirkungen. Die entsprechenden Körperbereiche werden einem dabei ganz neu oder erstmalig bewusst. Bewusstes Üben beinhaltet eine ganz andere Kraft als unbewusstes Üben. Bewusstsein ist Energie. Deswegen ist es manchen Menschen möglich, allein durch ihr Bewusstsein Veränderungen herbeizuführen.

 

Wenn es dann notwendig sein sollte, können zur rechten Zeit auch mild kräftigende Übungen folgen. Aber die logische Folge ist, mit Lockerungsübungen zu beginnen und mit innerlich bewusst mitverfolgten und vom Atem begleiteten Dehnungsübungen zunächst eine tiefgehende Entkrampfung des Muskelgewebes zu erreichen.

 

Lässt erst einmal der Druck auf das Gelenk nach, ist auch schon ein Teil des Schmerzgeschehens gelindert. Dann fallen Gehen oder auch Fahrradfahren nicht mehr so schwer, und Bewegung ist neben den anderen genannten Komponenten das A und O für eine Verbesserung des Zustands. Betroffene sollten sich nach einem guten Physiotherapeuten, wie auch nach einem erfahrenen Yogalehrer oder Yogatherapeuten umschauen. Ganzheitlicher Yoga, zu dem neben Übungen auch eine gesunde Lebensweise, eine gelassene Gemütshaltung, eine Geistesschulung und Meditation gehören, ist eine seit Jahrhunderten und Jahrtausenden bewährte Methode, den Menschen wieder in die angeborene natürliche Gesundheit zurückzubringen oder zumindest eine deutliche Linderung eintreten zu lassen.

 

Zum Schluss sei noch eine seit alters her bewährte Heilmethode erwähnt: ein einfaches Auflegen der Hände, der eigenen oder der eines Familienmitglieds oder eines vertrauten Freundes. Jeder Mensch kann heilende Energien abgeben, und die größte Heilkraft ist die Liebe, die wir bei allem was wir tun mitfließen lassen dürfen.

 

 

 

EPIPHYSEN-TRAINING

 

Wenn wir unsere Muskeln traineren wollen, ist es ganz hilfreich ein kleinwenig über Anatomie und Physiologie Bescheid zu wissen. Genauso sollte es auch sein, wenn wir unser Bewusstsein traineren wollen. Unser Bewusstsein hat ein Ogan, das schon lange bekannt ist: die Epiphyse oder Zirbeldrüse.

 

Die kieferzapfenförmige Zirbeldrüse im Zentrum des Gehirns ist zwar winzig klein, aber dennoch kommt ihr eine außerordentlich wichtige Rolle für unsere körperliche, geistige und auch spirituelle Gesundheit zu. Sie steuert die Rhythmen des Körpers, reguliert den Schlaf und erhöht unsere Intuition. Lässt die Funktion der Zirbeldrüse nach, setzt der physische und psychische Alterungsprozess ein.

 

Die Zirbeldrüse wandelt das am Tage im Gehirn gebildete Serotonin in der Nacht in Melatonin um. Beide Hormone sind so genannte Neurotransmitter, körpereigene Botenstoffe, die als Verbindungsstellen in allen Nervenzellen des Körpers fungieren und von dort aus die elektrischen Impulse weiterleiten. Serotonin ist als Glückshormon bekannt, denn es hat eine entspannende und stimmungsaufhellende Wirkung. Melatonin steuert den Wach-Schlaf-Rhythmus. Die Melatoninproduktion wird über den Lichteinfall auf die Netzhaut des Auges gesteuert und steigt in der Dunkelheit an. Melatonin fördert das Einschlafen und reguliert das Schlafverhalten.

 

Melatonin verfügt zusätzlich über ein starkes antioxydatives Potential, das Zellschäden wirksam reduzieren kann.
Durch die Abnahme des Melatoninspiegels wird der Alterungsprozess beschleunigt und die Anfälligkeit für Erkrankungen jeder Art steigt an. Ein reduzierter Melatoninspiegel kann sogar mit Alzheimer in Verbindung stehen. Das liegt unter anderem daran, dass wir unserem natürlichen Lebensrhythmus nicht mehr folgen. Wir halten uns durch künstliche Lichtquellen wach und machen so die Nacht zum Tag. Mangelndes Sonnenlicht und eine unzureichende Nachtruhe beeinträchtigen die Funktion der Zirbeldrüse erheblich. Doch auch die hohe Belastung des Körpers mit Umweltgiften hat gravierende Auswirkungen auf die Aktivität der Zirbeldrüse – sie beginnt zu verkalken.

 

Das Fluorid im Speisesalz, in Mineralwässern, in konventionell angebauten Nahrungsmitteln sowie in Zahncremes greift die Zirbeldrüse an, denn das Fluorid sammelt sich in ihrem Gewebe und lässt sie allmählich verhärten. Auch Quecksilber, Koffein, Tabak, Alkohol und raffinierter Zucker können Verkalkungen in der Zirbeldrüse auslösen. Strahlungsfelder von Stromleitungen und Mobiltelefonen haben ebenfalls eine zerstörerische Wirkung. Um die Zirbeldrüse in ihrer Funktion zu unterstützen, muss sie vor diesen Störfaktoren geschützt werden.

 

Eine besonders geeignete Yogaübung für die Zirbeldrüse ist Sarvangasana, die Kerze. Durch diese Übung werden die Zirbeldrüse, die Hypophyse, das gesamte Gehirn und alle Nerven und Zellen gut mit Blut versorgt. Dadurch wird geistige Erschöpfung beseitigt und die Geisteskraft erhöht. Schilddrüse, Nebenschilddrüsen, Mandeln und alle übrigen Organe im Hals bleiben gesund und arbeiten gut. Weiterhin sehr förderlich ist die Wechselatmung, die ich hier – auch für Fortgeschrittene im Yoga – beschreiben werde.

 

 

WECHSELATMUNG – allen Yogaübenden bekannt, hier neu und umfassender interpretiert

 

Atemübungen vitalisieren, reinigen, harmonisieren die Organtätigkeiten und das Nervensystem, regen den Energiefluss an und gleichen ihn aus. Darüber hinaus verbinden sie uns mit der universalen kosmischen Kraft und vermitteln uns ein Gefühl der Einheit. Gerade über den Atem sind wir ja mit allen und allem verbunden.

 

Eine wesentliche Übung im Yoga ist die Wechselatmung. Die drei Haupt-Nadis (Energiekanäle) sind Sushumna im zentralen Wirbelkanal und Ida und Pingala, die sich gegenläufig spiralig um die Sushumna herum winden wie die Schlangen um den Äskulapstab. Der zentrale Energiekanal beginnt an der Steißbeinspitze beim Wurzelchakra (Muladhara) und endet im Kronenchakra (Sahasrara). Ida strömt durch das linke Nasenloch und ist lunar, weiblich und kühlend. Pingala strömt durch das rechte Nasenloch und ist solar, männlich und wärmend. Durch die Wechselatmung werden diese Energieströme, wenn sie zuvor im Ungleichgewicht waren, harmonisiert.

 

Das Anregen und Revitalisieren der spiralförmig fließenden Energie bringt dich wieder in deine Lebendigkeit. Alles Lebendige hat eine Spiralform oder bewegt sich in Wirbeln. Von den Knochen über die Muskeln bis zum Strömen des Atems durch die Nasenlöcher und des Blutes durch die Adern folgt alles diesem durchgängigen Ausdrucksmuster des Lebens. Die großen Galaxien haben eine Spiralform, wie die Luftströme dieses Planeten, die Bewegung der Wassermassen in den Ozeanen und die Bahnen der Planeten, die unserer Sonne auf ihrem Weg durch die Weiten des Kosmos begleiten.


Versuche in dieser Weise den Atem in deinem Inneren zu spüren, ebenso das Blut in deinen Gefäßen und die Energie in deinem Zentrum, der Wirbelsäule, die dir die Kraft verleiht mühelos aufgerichtet zu sein beim Sitzen, Stehen und Bewegen durch den Raum. In diesen drei Seinsweisen, sogar im Liegen, kannst du die Wechselatmung durchführen. Zum ersten Üben ist allerdings ein Sitzen im Meditationssitz am geeignetsten.

 

Lockere dich zuvor gut durch ein Dehnen und Räkeln und sitze dann entspannt aufgerichtet mit heiterem Gemüt und einem lächelnden Mund. Als erste Vorbereitung nimm ein paar tiefe Atemzüge, die du beim Einatmen mit einem Kneifen der Nasenwurzel zwischen Daumen und Zeigefinger und mit einem Lösen des Drucks während des Ausatmens begleitest. Atme dabei sanft aber vollständig ein und aus und halte den Einatem, begleitet vom Kneifen der Nasenwurzel, einige Augenblicke an. Übe dies etwa zehn bis zwölf Mal. Sei dabei innerlich auf dein Drittes Auge gesammelt.

 

Als zweite Vorbereitung visualisiere lichtvoll deinen zentralen Energiekanal (Sushumna) in der Wirbelsäule und die beiden Energiekanäle Ida und Pingala, welche die Sushumna gegenläufig spiralig umfließen. Versuche dieses Bild während der gesamten Dauer der Wechselatmung aufrecht zu erhalten. Immer mehr Licht strahlt von diesen Energiekanälen ab und erfüllt zunächst deinen Körper und bald auch deine Aura.


Bei der Wechselatmung werden abwechselnd die Nasenlöcher mit dem Daumen der rechten Hand (rechtes Nasenloch) und dem Ringfinger (linkes Nasenloch) verschlossen. Deine linke Hand liegt nach oben geöffnet auf dem Oberschenkel.

 

Praktiziere die Wechselatmung mit einem langsamen und vollständigen Ein- und Ausatmen. Atme einmal tief ein und wieder tief aus. Dann atme durch das linke Nasenloch ein und halte den Atem an, atme nun durch das rechte Nasenloch aus und verweile in der Atempause. Atme dann durch das rechte Nasenloch ein, halte den Atem an, atme durch das linke Nasenloch aus du verweile wieder in der Atempause. Das ist eine Runde. Mache soviele Runden, wie es dir guttut. Verlasse dich auf dein inneres Spüren beim Atmen, wie langsam du ein- und ausatmest und wie lange du den Atem jeweils hältst. Es ist dein Atem und er ist lebendig, er ist keine Maschine. Lasse diesen Prozess zu einem Genießen der göttlichen Segnung deines Hierseins werden. – Wenn du beendet hast, ruhe dich noch eine Weile aus, lasse es nachwirken und spüre bewusst die Veränderung.

 

 

 

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