SEITEN DES LEBENS
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Klangmassage/Klangyoga/Gongbehandlung

Klang ist Wahrheit

 

Wir brauchen gar nicht die Sprache eines Menschen zu verstehen, der Klang seiner Stimme, wenn wir mit dem Herzen hinhören, offenbart uns sein Wesen, seine Ehrlichkeit, seine Sensibilität, seine Liebe, seine Verbundenheit mit dem Leben. Gottes Sprache ist Klang, und den Klang legte und verbarg er mit seinem Odem in die Stimme des Menschen. Klang seinerseits ist ein Ausdruck der ewigen universellen Schwingung, welche Galaxien in ihrer Äonen währenden Existenz unablässig kreisen lässt, Planeten um Sonnen, Elektronen um Atomkerne wie auch Menschen mit einander und um sich selbst voller Freude tanzen lässt. Die Urbewegung allen Lebens ist ein mystisches spiralförmiges Schwingen. Es ist im Wasser sichtbar wie im Himmel (maim ve schamaim) – denn Wasser und Himmel sind selben Ursprungs – es zeigt sich im Aufbau unserer Knochen, Muskeln und Organe, es offenbart sich dem Sehenden im lichtvollen Wirbeln der Chakren, und wir üben es in etlichen Asanas: im Drehsitz, im Krokodil, im Parsvakonasana usw. Auch unser Atem wird durch die Form des Nasengangs in ein spiraliges Strömen gebracht, um so subtiles Prana im Körper zu verteilen – unhörbaren doch unglaublich wirksamen Klang!

 

Weil das so ist und weil dies der Mensch – nicht nur in verkörperter Form, sondern schon lange zuvor als noch gedachtes geistiges Wesen – in seiner eigen aufblühenden Natur erkannte, übte er sich im Gesang, im klangvollen Sprechen und ebenso im sphärenhaften Spiel von Instrumenten. Die Menschen der frühen Völker hatten engelgleiche Stimmen, wie sie sich kein Mensch der unsrigen Zeit vorzustellen vermag. Sie bauten Klanginstrumente, mit denen sie Gottes heilige Chöre wundervoll nachahmten. Die Kunst der Vielstimmigkeit einzelner Saiten oder Klanglöcher, filigran geformter Hölzer oder Metalle, die sie beherrschten, würde unser heutiger verrohter Geist nicht verstehen, vielleicht nicht einmal hören – oder nicht ertragen. Sie waren der Wahrheit noch nahe, sie lebten noch ganz in Gott und wirkten und handelten aus Gott heraus nach seinen hohen und melodischen Gesetzen.

 

In einigen Völkern ist dieser Geist bis heute lebendig geblieben. In wenigen Traditionen, die die kalten Stürme des Materialismus und des Unglaubens dank ihres schlichten, unschuldigen Gemütes und ihrer heiligen Führer überstanden, konnte auch das Wissen um die heiligen Klänge bewahrt bleiben. Ich hole hier bewusst sehr weit aus. Ich beginne mit einer bestimmten Absicht in ältester, nicht schriftlich fixierter Geschichte. Kaum jemand denkt sich in so ferne Zeiten zurück oder er hat dabei ein sehr verschwommenes, falsch geprägtes Bild vor seinen inneren Augen. Wie kann es sein, dass wir unsere wahre Seele vergessen und verlassen haben? Es gibt vielleicht keine gerechte Antwort auf diese Frage, doch es besteht die Möglichkeit, wieder die gefrorenen Erinnerungen wachzurufen.

 

Ein Schamane, der polyrhythmisch seine selbstgebaute Trommel spielt, ein Gongpriester, welcher kunstfertig aus Interferenzen, aus chaotischen Schwebungen, immer neue heilsame Klänge gebären, aufstrahlen und entschwinden lässt, sie beide sind verbunden – sie sind verbunden über Zeit- und Raumgrenzen hinweg mit dem ewigen, alles durchströmenden Einheitsfeld des ersten undefinierbaren, nicht in Noten niederschreibbaren, wonnevollen Schöpfungsklangs. Ihr magisches Spiel berührt uns immer neu und dringt ungehemmt in die tiefste Kammer unserer Herzen ein. Hier glimmt der Funke aus dem ersten Feuer. Hier resoniert es lachend mit der Harfe eines offenen Geistes.

 

Klangbehandlung

 

Die Klangbehandlung oder Klangmassage wird zum einen mit verschiedenen Klangschalen unmittelbar auf dem Körper ausgeübt. Zum anderen kann sie genauso auf Distanz in der Aura oder über die Möglichkeit der Chakren eingesetzt werden. Ein dritter, sehr spezieller Zugang sind die ca. 108 Marma-Punkte (Vitalpunkte) des Körpers. Die Klänge der obertonreichen Schalen nehmen während einer Behandlung viele Wirkwege gleichzeitig ein, den direktsteten über das Hören, einen ähnlich intensiven über das Spüren, einen subtilen über das Nervensystem, einen allerfeinsten über das Energiesystem und hinzu kommt noch die unterschiedliche Ausbreitung über die diversen Gewebeformen und –strukturen unseres Körpers wie Oberhaut, Bindegewebe, Muskulatur, Knochen und Organgewebe. Klänge sind aber nicht nur ein rasch vorüberziehendes Ereignis, der Mensch besitzt die vorteilhafte Eigenschaft, ihre Wirkung sowohl körperlich, wie auch mental und energetisch zu speichern. Unser Körper und unser Geist besitzen ein Klanggedächtnis, auch eine nur einmalige Erfahrung kann so immer wieder abgerufen werden.

 

Die harmonische und obertonreiche Klangwirkung tibetischer Schalen, die aus einer Legierung von bis zu zwölf Metallen hergestellt sind, reinigt unser System von negativen, destruktiven Schwingungsmustern. Sie umspielt und beseitigt Blockierungen innerhalb der Energie- und Nervenbahnen und aller Zellstrukturen. Allmählich geschieht eine Art Umprogrammieren: Störendes wird beseitigt und gegen die Erfahrung der wohltuenden Klänge ausgetauscht. So wird – bisweilen spontan, zumeist aber schrittweise – Heilung erlebt. Grundsätzlich wird keine Krankheit, kein Symptom bekämpft, sondern auf ganzheitlichem Wege die vorhandene Gesundheit gestärkt. So können Störungen zunächst integriert und, wenn möglich, nach und nach eliminiert werden.

 

Gongspiel

 

Der Gong ist ein kosmisches Sternentor. Durch ihn hindurch empfangen wir das tausendfältige Singen und Schwingen der astralen Welten – und durch ihn hindurch kann unser Geist leicht und frei zurück nach Hause gleiten. Gongspiel ist eine der höchsten meditativen und religiösen Künste. So ist auch die Herstellung eines Gongs uralte Familientradition; die Ahnen sind stets zugegen wenn der Hammer rhythmisch und mit Feingefühl auf glühendes Metall einschlägt. Ich erinnere mich an ein heilendes schamanisches Wirken in Tibet, lange bevor der Buddhismus Einzug hielt. Schon in der vorausgegangenen uralten Bön-Tradition wurden zahlreiche Instrumente zur Erzeugung spirituell einstimmender Klänge benutzt. Im jetzigen Leben waren mir Gong und Becken deshalb von Anfang an gänzlich vertraut.


Es besteht immer eine Interaktion zwischen dem Medium Gong und dem meditativ Lauschenden. Dessen Bereitschaft zu vollkommener Offenheit, dessen Wachheit und Präsenz entlocken dem Gong ungeahnte, nicht voraus bestimmbare Klänge. Dessen Verschlossenheit und innere Abwehr hingegen hemmen in umgekehrter Weise ein freies Schwingen und Tönen selbst des kraftvollsten Instrumentes. Die Nahrung und Medizin aus der Urquelle will den Dissidenten des Paradieses mit Sensibilität, mit Klugheit und mit Liebe verabreicht werden.

 

Klangyoga

 

Das Begleiten von Asanas mit Klängen ist mittlerweile eine bewährte Methode, um deren Wirkungen zu intensivieren, um sie länger halten zu können, um Spannungen leichter aufzulösen und um sie tiefer zu erfahren und auszukosten. In meinem Unterricht beziehe ich zusätzlich noch einen bewusst in die jeweilige Dehnung gelenkten Atem mit ein. So haben wir immer ein zumindest dreifaches Einwirken: äußere Dehnung der Muskulatur, innere Weitung durch den Atem, das Durchschwingen der Klänge, dann aber auch den durch Klang und Atem angeregten Pranafluss. Klangyoga ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Klangmassage-Ausbildung.

 

 

Die Termine für die nächsten Klangmassage/Klangyoga/Gong

Basis-Seminare zum Kennenlernen (Wochenende)

und Ausbildungs-Seminare (2 x 5 bzw. 10 Tage)

 

Basis: 10.-12.2.2017

Basis: 4.-6.8.2017

Basis: 6.-8.10.2017

Ausbildung Teil 1: 12.-17.2.; Teil 2: 11.-16.6.2017

Ausbildung Teil 1 und Teil 2: 6.-16.8.2017

Ausbildung Teil 1: 8.-13.10.; Teil 2: 3.-8.12.2017

Für Informationen und Buchung oben die entsprechende Zeile anklicken.

 

 

 

 

 

 

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