Stille - und immer neue Worte und Bilder für das Welten-Prana

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PRANA-YOGA

nach Bhajan Noam

Seminartermine, ausführlich beschriebene Übungen und eine Übungsstunde 

  

Yoga ist Verheißung,
Yoga ist Freude,
Yoga ist Weg und Ziel.



PRANA-YOGA Seminartermine 2014/2015: 

EIN INFO-VIDEO dazu:   >>> Video                                            


02. - 07. März  Yoga Vidya Bad Meinberg

21. - 23. März Atemarbeit n. Prof. I. Middendorf  ulmkolleg > INFO

21. - 27. April  Yoga Vidya Nordsee

25. - 30. Mai  Yoga Vidya Westerwald

27. Juli - 01. August  Yoga Vidya Bad Meinberg

17. - 22. August  Yoga Vidya Nordsee

12. - 17. Oktober  Yoga Vidya Bad Meinberg

19. - 21. Dezember  Yoga Vidya Westerwald

2015

21. - 22. März Atemrbeit n. Middendorf, ulmkolleg

05. - 10. April Yoga Vidya Nordsee

22. - 25. Mai Yoga Vidya Bad Meinberg

16. - 21. August Yoga Vidya Nordsee

23. - 28. August Yoga Vidya Bad Meinberg

26. - 27. September Atemrbeit n. Middendorf, ulmkolleg

11. - 16. Oktober Yoga Vidya Bad Meinberg



Für Anmeldung und Fragen:

Yoga Vidya Bad Meinberg 05234-87-0

Yoga Vidya Westerwald 02685-80020

Yoga Vidya Nordsee 04426-904160

Dieses Programm kann sich noch erweitern. Ich folge auch gerne Einladungen. Anfragen bitte frühzeitig an: bhajan-noam@gmx.de




Lerne einen kraftvollen neuen Weg im Yoga kennen. Als Teilnehmer an einem PRANA-YOGA-Seminar wirst du nicht nur eine große Bereicherung in dieser Arbeit für dich finden, sondern danach wie aus einer intensiven Kur erfrischt, gestärkt, gereinigt und mit vielen neuen Ideen nachhause zurückkehren.

PRANA-YOGA, was ist das? Zunächst einmal ist es nicht anstrengend oder nur in dem Maße, wie du es wünschst. Es erfordert keine Vorerfahrung mit Yoga, ist also auch für jeden Anfänger bestens geeignet. In den Übungsstunden wird keine Trennung zwischen Fortgeschrittenen und Anfängern gemacht, da jeder Teilnehmer seine ganz persönliche, subtile Anleitung erhält und somit auch jeder die einzelnen Übungen sehr individuell erlebt.

Die Anleitung und die Durchführung der Asanas, Atem- und Bewegungsübungen Kontemplationen und Meditationen zeichnet bei PRANA-YOGA eine Leichtigkeit, Klarheit und Einfachheit aus, was sie spielend nachvollziehbar macht und die Wirkung spürbar auf den Punkt bringt.

 Es wird zum eigen Nutzen großen Wert auf wachsende innere Anteilnahme und Wahrnehmung gelegt. Das bewusste Mitspüren und Miterleben der körperlichen und energetischen Prozesse, der auftauchenden Gedanken und Gefühle, auch der Widerstände sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit. Die dabei von mir gegebenen Anleitungen geschehen in einem ruhigen, meditativen, manchmal allerdings auch dynamischen, immer leicht verständlichen Stil. Sie werden für jeden ihre eigene Tiefe entfalten, die den Teilnehmer letztlich hin zu seinem inneren Selbst führen möchte. So versteht sich diese Arbeit auch einfach als freundliche Unterstützung für deinen ganz eigenen inneren Weg.

Beim PRANA-YOGA steht im Mittelpunkt jedes Übens die bewusste und natürliche Anreicherung und Lenkung unserer Atemkraft, Prana genannt, die Lebensenergie, die unsere ganze Vitalität ausmacht, die unseren körperlichen Gesundheitszustand, unser psychisches Gleichgewicht und unsere mentale Verfassung und Flexibilität bestimmt. Auf einer tieferen Ebene geht es darum, uns mittels des Atems wieder mit unserem Wesenskern zu verbinden, um unser tiefstes Sein zu erfahren, zu erforschen und letztlich zu verwirklichen.

PRANA-YOGA ist eine Synthese aus Hatha-Yoga, Kundalini-Yoga, Pranayama, anderen bewährten, östlichen Körpermethoden, westlicher Atemarbeit, Bewusstseinslenkung und verschiedensten Meditationstechniken. Diese Arbeit hat sich innerhalb vieler Jahre aus meinen Ausbildungen wie Atemtherapie, Körper- und Energiearbeit, Yoga und Meditation und der langjährigen Arbeit mit ganz unterschiedlichen Gruppen allmählich herauskristallisiert.

Jede PRANA-YOGA-Übungsstunde steht für sich, ist in sich abgerundet und hat von Beginn an einen klar durchdachten, sowie in Wechselwirkung mit der Gruppe und jedem Einzelnen intuitiv erspürten Aufbau. Kleine Feedbackrunden nach den einzelnen Übungen und eine größere am Ende der Stunde vertiefen das an sich Erfahrene, zeigen neue Aspekte auf, ermutigen, bringen Klärung und geben den Teilnehmen häufig auch überraschende Einblicke in sich selbst.

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Bhajan Noam: Mit achtzehn Jahren begann ich mit Yoga. Meine Führung dabei war anfangs ein Buch von Indra Devi, das ich bis heute in Ehren halte. Dann ging es rasant weiter. Ich las als nächstes Bücher von Sri Aurobindo, der mich lange durch mein Leben begleiteten sollte und immer wieder unerwartet auftauchte. Nach einem Sudium an der Kunsthochschule habe ich eine fünfjährige Atemtherapieausbildung am Ilse-Middendorf-Institut absolviert und darüber hinaus viele weitere Aus- und Fortbildungen in ganzheitlicher Körperarbeit, Psychosomatik, Energiearbeit und Meditation. Neben Prof. Ilse Middendorf waren und sind meine wichtigsten Lehrer, Meister und Wegbegleiter auf dem spirituellen Weg: Indra Devi, Osho, Byron Kathie, Dhyani Ywahoo, Phyllis Furumoto, Sri Ranjit Maharaj, Michael Barnett, Samarpan, Rabbi Nachman, Mutter Meera, Sri Gopala Guru Goswami. Swami Vishnudevananda hatte sich, ohne dass ich etwas davon wusste, bereits seit dem Ende der 60er bei mir eingeschlichen. Ihnen allen verdanke ich sehr viel, ja mein Leben, wie es jetzt ist. Darüber hinaus möchte ich letztlich jeden Menschen, der mir begegnete, ob in freundlicher, neutraler oder scheinbar missgünstiger Weise, als meinen Spiegel und Lehrer bezeichnen, eingeschlossen alle meine vielen Schüler aus den letzten drei Jahrzehnten. Ganz besonders aber sind es meine Kinder, die mich bis heute noch lehren – und zuletzt der Höchste selbst. 



Meisterschaft: Im Verlauf des Aufnehmens und Lernens entsteht zu einem bestimmten Zeitpunkt ganz natürlich die innere Wendung, ein Seitenwechsel, die Wandlung vom Schüler zum Lehrer und Meister. In der alten Tradition blieb ein Schüler zwölf Jahre bei einem Meister, bis er selbst zu lehren bagann. Die zwölf ist die Zahl der Ganzheit, der Erfüllung, die wir im Sprachgebrauch noch als "Ein gutes Dutzend" kennen. Jesus hatte zwölf Jünger, die Zahl der Stämme des Volkes Israel betrug zwölf, ja sogar unser Planetensystem inklisive Sonne und Mond und dem alten zerbrochenen Planeten zwischen Mars und Jupiter, der jetzt den sogenannte Asteroidengürtel darstellt, besteht aus dieser Zwölfeinheit. Ich selbst habe meine Lehre bei mehreren Meistern absolviert. Zehn Jahre Osho waren die Initiationszeit, sieben Jahre Middendorf und fünf Jahre Byron Katie dann die klassischen 12 Jahre, die man auch im Westen nicht umgehen oder abkürzen kann. So wuchs ich also traditionell in die Rolle hinein, die ich heute durch mein Handeln und vor allem mein Sein erfülle. OM Shanti.  





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DIE ÜBUNGEN:


Folge den ausführlichen Beschreibungen, lasse dir stets Zeit beim Üben und zum Nachspüren, so wirst du tiefgreifende Erfahrungen mit den Asanas machen.


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"Lieber Bhajan,  vielen Dank für die wunderbare Stunde gestern, ich war den ganzen Tag total aufgeladen. Prana-Yoga war für mich das Highlight des Kongresses.  Liebe Grüße, Om Shanti, Sunita"

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Wechselatmung 

Atemübungen vitalisieren, reinigen, harmonisieren die Organtätigkeiten und das Nervensystem, regen den Energiefluss an und gleichen ihn aus. Darüber hinaus verbinden sie uns mit der universalen kosmischen Kraft und vermitteln uns ein Gefühl der Einheit. Tatsächlich sind wir ja gerade über den Atem mit allen und allem verbunden.

Eine wesentliche Übung ist die Wechselatmung. Die drei Haupt-Nadis (Energiekanäle) sind Sushumna im zentralen Wirbelkanal und Ida und Pingala, die spiralig um Sushumna herum verlaufen, wie die Schlangen um den Äskulapstab. Sushumna beginnt an der Steißbeinspitze beim Wurzelchakra (Muladhara) und endet im Kronenchakra (Sahasrara). Ida strömt durch das linke Nasenloch und ist lunar, weiblich und kühlend. Pingala strömt durch das rechte Nasenloch und ist solar, männlich und wärmend. Bei der Wechselatmung werden diese Energieströme, die oft im Ungleichgewicht sind, harmonisiert.

Bei der Wechselatmung werden abwechselnd die Nasenlöcher mit rechtem Daumen (rechtes Nasenloch) und Ringfinger (linkes Nasenloch) verschlossen. Sitze bequem und gerade aufgerichtet. Atme einmal tief ein und wieder tief aus. Dann atme durch das linke Nasenloch ein, halte den Atem an und atme dann durch das rechte Nasenloch aus. Atme nun durch das rechte Nasenloch ein, halte den Atem an und atme durch das linke Nasenloch aus. Das ist eine Runde. Mache sechs oder zwölf Runden. Das Verhälnis Einatem : Anhalten : Ausatem ist dabei 1 : 1 : 2, bei Fortgeschrittenen 1 : 2(4) : 2. Sei dabei innerlich auf die Reinigung und Harminisierung der Nadis und auf das Dritte Auge (Ajna) gesammelt.

 

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Drehsitz (Ardha Matsyendrasana)

Der Drehsitz, der alleine schon eine sehr starke Wirkung zeigt, kann in Verbindung mit bewusstem Atem noch intensiver und gezielter wirken. Zudem vereinfacht und erleichtert der Atem das Halten.  

Der Drehsitz ist eine ganzheitlich wirkende Übung, die im Zentrum die Wirbelsäule, die Nervenstränge des Vegetativums, die Atem- und Verdauungsorgane und im Äußeren letztlich alle Muskeln, Sehnen und Bänder anspricht. Es gibt viele Varianten, übe die, die für dich durchführbar ist. Dann kannst du mit der Zeit den Übungsgrad und die Dauer steigern.

Komme in den Drehsitz, zunächst nach rechts ausgerichtet und auf die Weise, wie es dir angenehm ist. Spüre deine Wirbelsäule, wie sie die Achse deines Körpers bildet und dir die Möglichkeit des Aufrichtens bietet. Lenke deinen Atem in der Vorstellung durch den zentralen Wirbelkanal abwärts bis zum Steißbein. Halte nun den Atem und lasse Prana sich dabei in deinem Körper verbreiten. Spüre dann, wie der von unten kommende Ausatem dir Aufrichtekraft gibt. Fahre so einige Male fort. Danach wirst du ein gestärktes, lichtvolles Zentrum in dir haben. - Spüre nun die Dehnung deiner Muskeln. Beginne mit den Beinen, atme hier sanft aber tief in die Dehnung oder Spannung hinein. Halte den Atem an und lasse Prana diese Muskeln, Sehnen und Bänder durchströmen. Wiederhole das einige Male. Dann gehe mit der Methode in allmählichen Schritten aufwärts: Beckengürtel, unterer Rücken/Bauch, mittlerer Rücken/Solarplexus, oberer Rücken/Brust, Schultern, Arme/Hände. Entlasse dich dann daraus. Lockere dich gut und lasse es etwas nachwirken. - Danach nimm den Drehsitz nach links ausgerichtet ein und übe dann in gleicher Weise. Beginne wieder mit der Wirbelsäule und gehe danach die einzelnen Muskelgruppen von unten nach oben durch. - Lockere dich danach und ruhe dich gut aus. Am besten im Liegen. Sei in dieser Nachwirkphase innerlich anwesend. Spüre die verändernde Kraft von Prana. Lasse deinen Körper sich tiefer und tiefer entspannen. Ebenso deinen Geist. Sei reines Gewahrsein. Bleibe so lange liegen, wie es dir gut tut.

Der Drehsitz, so durchgeführt, stärkt und reinigt dich, macht dir alle Anspannungen bewusst und gibt dir zugleich eine sehr gezielte Möglichkeit, dich von ihnen zu befreien. Übe so täglich und dein Körper wie auch dein Geist werden geschmeidig.

 

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Der Lebensbaum

Diese Übung kann hier nur andeutungsweise beschrieben und gezeigt werden. Um sie nachmachen zu können, muss sie mit ihren Feinheiten einige Male vorgeführt werden. Es ist eine sehr schöne, ganzheitlich wirkende Übung, deren ganze Kraft sich im Verlauf einer längeren Übungssequenz allmählich entfaltet. In der Vorstellung hat man dabei das Bild eines Baumes in sich. Die Bewegungen deuten die Energien an, die den Baum durchströmen. Die Erdkräfte: der Baum nährt sich aus dem Mineralreich; die Himmelskräfte, die kosmischen Kräfte: der Baum wird von der Sonne genährt; der Energieaustausch mit der Mitwelt: wenn der Baum durch diese Kräfte genährt ist, blüht er und trägt Früchte, die er verschenkt. - So ist es auch mit uns. Erst wenn wir uns von diesen Kräften, der Erdkraft und der kosmischen Kraft, voll durchströmen lassen, sind wir ganz präsent, können uns energievoll nach außen hin öffnen und von Herzen aus unserer Fülle, aus unserem Überfluss verschenken. Und wenn wir zu schenken beginnen, erhalten wir auch unweigerlich zurück. - Dieses symbolisiert die Übung "Der Lebensbaum" und ist somit schon fast eine philosophische Übung. Sie gibt uns sehr viel Energie in einer guten Ausgewogenheit. Sie macht uns präsent.  Und sie zentriert uns in unserem Herzen. Im Seminar wird sie je nach eigenem Bedarf bis zu einer viertel Stunde lang geübt. Sie wird dabei sanft und dennoch intensiv vom Atem begleitet. Das Öffnen der Arme (nach unten, nach oben, nach außen) geschieht dabei jeweils im Einatem. Das Zurückkehren zum Herzzentrum geschieht im Ausatem. Atem und Bewegung sind durchgängig und fließend. - Warte mit dem Üben, bis du den "Lebensbaum" in einem Seminar erfahren hast. Genieße hier einfach die Bilder.

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Eine Übung für Schulter und Nacken

Die folgenden drei Armdehnungen werden jeweils dreimal wie beschrieben durchgeführt:

1. Sequenz:  mit normal gefalteten Händen (3x)

2. Sequenz:  die gefalteten Hände sind dabei zu dir gedreht (3x)

3. Sequenz:  die Hände sind über kreuz gefaltet (3x) 

Setze dich zunächst entspannt hin und lenke einige tiefe Atemzüge in den Bauch. Komme in die Stille und zentriere dich bei diesem Atem. Dann beginne: Falte die Hände und strecke die Arme mit einem tiefen Einatem in einem weiten Bogen über deine Vorderseite bis hoch über den Kopf. Der Kopf bleibt dabei gerade. Halte nun die Dehnung und den Atem, solange es dir angenehm ist. Dann atme langsam aus und komme mit den Armen dabei in einem Bogen über deine Vorderseit nach unten. Atme ein zweites Mal tief ein und führe deine Arme wieder wie eben nach oben in eine kräftige Dehnung. Halte erneut Atem und Dehnung, solange es dir angenehm ist. Dann führe im Ausatem wieder die Arme abwärts. Atme erneut tief ein und führe deine Arme in die Streckung. Halte jetzt aber den Atem und die Dehnung solange, wie nur kannst. Atme erst dann aus und führe die Arme langsam abwärts, wenn du Atem und Dehnung nicht mehr halten kannst. - Dann lockere Arme und Schultern und ruhe einige Atemzüge lang aus. - Führe nun in gleicher Weise die zweite Sequenz durch. Ruhe dich danach kurz aus. Und dann führe auch die dritte Sequenz durch. Dann sitze oder liege und lasse die Übung gut nachwirken. Regelmäßig durchgeführt befreit sie dich von allen Spannungen im Schulter- und Nackenbereich. Über den verstärkten Pranafluss wirkt sie sehr reinigend und vitalisierend. - Schöne Variante: Mache diese Übung in einem Bad, das Wasserdüsen besitzt. Stehe dabei mit dem Rücken zu den Düsen. So hast du gleich einen doppelten Entspannungseffekt.

Nochmal kurz das Prinzip für alle drei Sequenzen:

Einatem und kräftige Dehnung solange halten, wie es angenehm ist.

Einatem und kräftige Dehnung solange halten, wie es angenehm ist.

Einatem und kräftige Dehnung erst dann lösen, wenn es nicht mehr geht.

Lockern und kurz ausruhen vor der nächsten Sequenz.


Erst bewusstes tiefes Atmen in Verbindung mit den Dehnungen bringt den tiefgreifenden Erfolg. Lasse dich nun durch die folgende Bilderserie zum Üben anregen.


Entspannung und Zentrierung vor dem Üben:

1. Sequenz (3x):

2. Sequenz (3x)

3. Sequenz (3x):

Im Sitzen oder Liegen ausruhen und nachspüren:

Viel Freude und Erfolg beim Üben!

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OM  AAH  HUM  (eine Übung tibetischer Lamas)

Diese Übung lädt dich mit kraftvollen Energien auf. Sie wird im Stehen durchgeführt. Die Füße stehen dabei schulterbreit und die Knie sind locker. Lege die Hände vor deinem Herzen zusammen und zentriere dich über deinen Atem. Die Übung beginnt, indem du einen tiefen Einatem zum Herzchakra nimmst und aus dem Herzraum heraus ein kraftvolles OM tönst. Lenke den nächsten tiefen Einatem aufwärts zum Scheitelchakra, strecke dabei die weit geöffneten Arme über den Kopf  und töne ein kraftvolles AAH. Nimm die Arme abwärts und die Handinnenflächen zum Boden gerichtet. Atme kraftvoll in dein Wurzelchakra und und töne ein tiefes HUM. Fahre so fort, solange es dir gut tut. Ruhe danach aus und spüre die Energie in deinem Körper.

Vor dem Üben zentrieren:

OM:

AAH:

HUM:

Nach dem Üben nachspüren:

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Eine Übung, die gegen Wadenkrämpfe hilft
und die den unteren Rücken frei macht

In Rückenlage und mit ausgestreckten Beinen mit einem tiefen Einatem die Zehen in Richtung Körper anspannen und somit die Wadenmuskeln kräftig dehnen. Atem und Dehnung halten und dabei gleichzeitig beide Füße langsam nach innen und nach außen drehen. Hierbei werden alle Faseranteile der Wadenmuskeln erreicht und gedehnt. Atem und Dehnung lösen und Beine lockern. Mit einem tiefen Einatem die Füße strecken und dadurch die Schienbeinmuskeln (Gegenspieler) dehnen. Atem und Dehnung halten und dabei die Füße langsam nach innen und nach außen drehen. Im Ausatem lösen und die Beine lockern. Ruhen und nachspüren. Beides mehrfach wiederholen. Die Spannungen sämtlicher Muskeln des Unterschenkels werden so allmählich aufgelöst. Da Spannung sich immer nach unten hin löst, können nun auch die Muskeln der Oberschenkel und des unteren Rückens frei werden. Ist die Blockierung im Wadenbereich beseitig, entsteht wieder eine fließende Verbindung zum Rumpf.

Eine Übung gegen Tennisellenbogen, überlastete Sehnenscheiden, Schulter/Nackenschmerzen und Spannungskopfschmerz


Die gleiche Übung wie oben kann man abgewandelt auch mit den Händen zur Lockerung von Armen, Schultern und Nacken durchführen. Dabei die Arme über den Kopf ausgestreckt halten.

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Übung für Hüftgelenke, Ileosacralgelenke, Leistenbereich

In Rückenlage den linken Fuß in Richtung Gesäß aufstellen. Das rechte Bein überschlagen, sodass der Knöchel auf dem linken Oberschenkel zu liegen kommt. Mit der linken Hand den Außenrand des linken Fußes umfassen und die rechte Hand unterhalb vom rechten Knie anlegen. Die Übung wird, wie alle anderen auch, bewusst vom Atem begleitet. Erst dann zeigt sie ihre lösende Wirkung. Im Einatem das rechte Knie so weit wie möglich von sich wegschieben und gleichzeitig den Fuß zu sich heranziehen (Hebelwirkung). Atem und Dehnung lange halten. Danach mit dem Ausatem die Dehnung lösen. Fünf- bis zehnmal wiederholen. Beide Beine ausstrecken und nachwirken lassen. Dann die gleiche Übung mit dem linken Bein durchführen. Im Anschluss wieder beide Beine ausstrecken, lockern und sich Zeit lassen zum Nachspüren. 

Diese Übung ist ideal, um die energetische Verbindung zwischen Rumpf und Beinen zu verbessern. Sie löst Blockierungen in den Hüftgelenken und der umgebenden Muskulatur. Sie macht die Ileosacralgelenke beweglich und durchlässig. Sie öffnet  den Leistenbereich. Du solltest sie in dein tägliches Übungsprogramm aufnehmen.

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Raumübung

Das Thema dieser Übung ist Raum, Raum und Grenzen: Innerer Raum, Atemraum, äußerer Raum, Bewegungsraum, Entfaltungsraum, Spielraum. Wo lasse ich andere meine Grenzen überschreiten? Wo überschreite ich die Grenzen anderer? Was ist mein Raum? 

Wir können bei dieser Übung ein neues Gefühl, ein ehrliches Gefühl für Raum und Grenzen entwickeln, oder besser gesagt, als vorhanden in uns erkennen. Im tiefsten Inneren wissen wir um diese Dinge. Doch durch unsere Erziehung ist uns einiges verloren gegangen. Wir beginnen hier neu.

Schließe deine Augen und spüre im Stehen den Raum um dich herum. Nimm wahr, wie weit sich dein Energiefeld in den Raum ausbreitet. Lasse dir Zeit dafür. Dann spüre auch den Raum in dir. Wieviel Raum lässt du z. B. deinem Atem? Wieviel Raum gönnst du deinen tiefsten Gedanken? - Beginne nun mit der Übung. Wir können häufig durch einen körperlichen Ausdruck innere Muster spielerisch auflösen. Doch dazu müssen wir bewusst dabei sein.

Nimm einen schulterbreiten Stand ein. Die Knie sind locker. Dein Becken ist unten leicht nach vorne gekippt. Die Arme und Hände sind in Herzhöhe mit den Handinnenflächen zur Gegenseite gerichtet. Nimm einen tiefen Einatem und schiebe gleichzeitig mit deinen Händen eine vorgestellte Wand von dir weg. Setzte deine ganze Energie dabei ein. Im Ausatem kehren die Hände wieder in die Ausgangsposition vor deinem Herzen zurück. Wiederhole dies mit gleichem Energieeinsatz noch zweimal. Dann lockere Hände, Arme und Schultern. - Im zweiten Teil der Übung machst du das gleiche dreimal zu beiden Seiten hin. - Im dritten Teil schiebst du einen Wand hinter deinem Rücken weg. - Im vierten Teil schiebst du die Decke über deinem Kopf höher. - Und im letzten Teil schiebst du den Boden weiter nach unten. - Dann ruhe dich aus und spüre erneut den Raum um dich herum. Hat er sich verändert? Hat sich dein Gefühl dafür verändert? - Danach spüre auch nach innen. Ist es in dir weiter geworden? Wie schwingt dein Atem? - Lasse diese Übung, die sehr tief gehen kann, noch in der Stille nachwirken.

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                                                                                                                                                   PRANA-YOGA Gruppe beim Yoga-Kongress 2010   

 

Beispiel für eine Prana-Yoga-Stunde am Morgen

Kurze Erklärung vor dem Üben:

Beim Prana-Yoga steht im Mittelpunkt jedes Übens die bewusste und natürliche Anreicherung und Lenkung unserer Atemkraft, Prana genannt, die Lebensenergie, die unsere ganze Vitalität ausmacht, die unseren körperlichen Gesundheitszustand, unser psychisches Gleichgewicht und unsere mentale Verfassung und Flexibilität bestimmt. Auf einer tieferen Ebene geht es darum, uns mittels des Atems wieder mit unserem Wesenskern zu verbinden, um unser tiefstes Sein zu erfahren, zu erforschen und letztlich zu verwirklichen.

Im Prana-Yoga wird zum eigen Nutzen großen Wert auf wachsende innere Anteilnahme und Wahrnehmung gelegt. Das bewusste Mitspüren und Miterleben der körperlichen und energetischen Prozesse, der auftauchenden Gedanken und Gefühle, auch der Widerstände sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Arbeit. Die dabei von mir gegebenen Anleitungen geschehen in einem ruhigen, meditativen, manchmal allerdings auch dynamischen, immer leicht verständlichen Stil. Sie werden für jeden ihre eigene Tiefe entfalten, die euch letztlich hin zu eurem inneren Selbst führen möchte. So versteht sich diese Arbeit auch einfach als freundliche Unterstützung für euren ganz eigenen inneren Weg.

Wir beginnen den Tag mit dem Gayatri-Mantra, das wir 12-mal singen werden. Das Gayatri-Mantra ist das älteste, heiligste und am meisten rezitierte Mantra im Hinduismus. Es taucht bereits in den jahrtausendealten vedischen Schriften auf und gilt als heilbringend und überaus machtvoll. Mit diesem Mantra verbinden wir uns mit der höchsten Göttlichen Kraft und empfangen ihre Wärme, Güte und Liebe.

GAYATRI-MANTRA

OM BHUR BHUVA SVAHA
TAT SAVITUR VARENYAM
BHARGO DEVASYA DHIMAHI
DHIYO YO NAH PRACHODAYAT

Danach eine Phase der Stille.

Ich lese jetzt ein Morgengebet. Mit diesen oder mit euren eigenen Worten könnt ihr euren Dank aussprechen, dass ihr wieder erwachen durftet, und könnt ihr um Kraft und Segen bitten für den beginnenden Tag mit all seinen Aufgaben, die er euch stellt.


Morgengebet

Gott, ich danke dir, dass du mich behütet hast im Schlaf
und dass du mich wieder aufwachen lässt in diesem Körper.
Beschütze mich heute, wie du mich gestern beschützt hast.
Lasse mich wachsen in deiner Wahrheit, Treue und Liebe.
Lasse mich jedem Menschen mit Ehrfurcht begegnen,
als tretest du mir gegenüber.
Gott, ich danke dir für dieses Leben,
das mich mit seinen Aufgaben fordert und beständig lernen lässt.
Amen.




Übungen:

1) Freies Dehnen

Dehnt den ganzen Körper von den Zehen bis in die Finger ganz nach eigenem Bedarf. Bezieht dabei den Atem mit ein. Jede Dehnung erzeugt Weite, und die erzeugt Raum für den Einatem. Lasst mit jeder Dehnung den Einatem einströmen und mit jedem Lösen den Ausatem gehen. Jeder Einatem bringt frischen Sauerstoff für die Zellen, bringt neue Energie, Prana, für den ganzen Körper. Sauerstoff und Prana nähren und erneuern die Zellen, bringen Kraft, Mut und Ausdauer. Ebenso wird der Geist erfrischt. – Jeder Ausatem trägt die Schlackenstoffe, alle Spannungen, alles Schwere, alles Überflüssige nach draußen. – Spürt, wo ihr Anspannungen habt, wo Blockaden in eurem Körper sind und lenkt besonders dort durch Dehnen den Atem hin. Lasst es immer mehr von innen heraus entstehen. Der Körper hat seine eigene Weisheit und nimmt sich, was er braucht. – Ruht euch danach gut aus. Lasst es nachwirken und spürt euch dabei: Was hat mir das Dehnen gebracht? Wo konnte ich loslassen? Was hat sich entspannt? Aber auch: Wo sitzt noch Anspannung? Was ist mir bei diesem Dehnen bewusst geworden, was ich vorher nicht gespürt habe? – Nehmt nun ein Nachdehnen für all die Bereiche, die noch nicht so gelöst sind. Gebt ihnen die Chance, sich ebenso zu entspannen.

2) Schütteln

Wir nehmen jetzt ein Schütteln, das eine wunderbare Übung zum tiefen Loslassen ist. Geht in einen schulterbreiten Stand und beginnt von den Füßen aus zu wippen. Der Vorfußbereich bleibt dabei in Bodenkonkakt, während die Fersen jeweils abheben. Verlagert beim Schütteln das Gewicht von einer Seite zur anderen, sodass ein Bein immer frei ist. Gebt während der ganzen Zeit einen verstärkten Ausatem durch die Lippen nach außen. Um den Einatem müsst ihr euch nicht kümmern, der geschieht ganz von alleine. – Geht jetzt bei eurem Schütteln innerlich alle Gelenke durch, beginnend bei den vielen kleinen Gelenken im Fuß, in den Zehen, im Mittelfußbereich, im Fußwurzelbereich.
Löst euch beim Schwingen mehr und mehr in all diesen Gelenken. – Dann geht weiter zu den Sprunggelenken, lasst auch hier los. – Gebt dann in den Kniegelenken nach, sodass schwingen auch hier durchgeht und die Kniegelenke frei macht. – Geht innerlich weiter zu den Hüftgelenken. Lasst auch hier los. –
Bleibt weiterhin bei dem verstärkten Ausatem durch die Lippen, und wir kommen zu einem oft unbekannten und vernachlässigten Gelenk, dem Ileosakralgelenk rechts und links vom Kreuzbein. Stellt die Füße x-beinig beim Schütteln und beugt euch etwas nach vorne, macht den unteren Rücken rund, etwas wie ein Affe. Auf diese Weise lässt sich wunderbar das Ileosakralgelenk lösen. - Dann geht weiter aufwärts durch die Wirbelsäule. Lasst auch in den Wirbelgelenken los, im Lendenbereich, im Brustwirbelbereich, im Halsbereich. Lasst dabei auch den Kopf, haltet ihn nicht aufgerichtet. – Löst euch in den Kiefergelenken, lasst den Unterkiefer hängen und auch die Zunge. – Dann geht abwärts: Schultergelenke… Ellenbogen… Handgelenke… und zuletzt die Fingergelenke. – Bleibt weiterhin beim verstärkten Ausatem und geht noch einmal alle Gelenke durch: Füße, Sprunggelenke, Knie, Hüften, Ileosakralgelenk, die Wirbel rauf bis zum Kopf, Unterkiefer, dann: Schultern, Ellenbogen, Handgelenke und die Finger. Seid gelöst von den Zehenspitzen bis in die Fingerspitzen. – Schüttelt weiter und gebt jetzt euren Ausatem mit einem Ton nach außen, ein Ton der grade entsteht, ein Ton der tief aus dem Bauch kommt, der alle inneren Spannungen rauswirft. Gebt euch frei, lasst ganz los, zensiert euch nicht.

Lasst es nun nachwirken. Es wird noch innerlich nachschwingen. Lasst dies zu. Es kann im Nachhinein noch viele Blockierungen im inneren lösen. Seid bewusst anwesend, spürt euch. Wir haben so viele wunderbare Übungen, die uns lockern, die uns entspannen, die uns neue Freiheit geben. Aber wir werden sehr schnell wieder unbewusst und kehren so in die alten Spannungsmuster zurück. Diese Spannungsmuster sind oft schon in frühester Kindheit entstanden und deshalb meistens unser gewohnter Zustand, den wir nicht mehr wahrnehmen. Beim Üben werden diese Muster spürbar und wir können an ihnen arbeiten. Später gelingt uns das auch ohne Übung, indem wir uns innerlich dort hinbegeben und bewusst loslassen.

Nehmt nun ein Nachdehnen für all die Stellen, die sich noch angespannt anfühlen.

3) Lachen

Die ultimative Übung zum Loslassen ist ein Lachen, ein Lachen, das tief aus dem Bauch kommt! Beugt euch mit einem tiefen Einatem mit dem Oberkörper nach unten und kommt mit einem lauten Lachen wieder nach oben. Streckt dabei auch die Arme über den Kopf. Wiederholt dies, solange ihr wollt. Ihr werdet spüren, es gibt nichts Befreienderes.

Mit dieser Lockerheit und Leichtigkeit gehen wir nun in die nächste Übung, die sehr belebend ist.

4) Atemschritte

Diese Übung ist ein langsameres und dennoch dynamisches Gehen auf der Stelle, wobei ihr die Knie möglichst hoch anhebt, mit dem jeweiligen Standbein auf die Zehen kommt und gleichzeitig mit jedem Knieanheben die Arme hoch über den Kopf streckt und dabei kurz die Handinnenflächen zusammen legt. Knie und Arme werden mit einem tiefen Einatem angehoben und mit dem Ausatem abgesenkt. Während ihr die Hände kurz zum Gebet nach oben streckt, schaut auch mit dem Gesicht himmelwärts. – Macht diese Übung jetzt eine ganze Weile und fühlt dabei, was euer Rhythmus ist. Gebt euch ganz hin und macht keine große Anstrengung daraus. Kein stöhnender Atem soll dabei entstehen. Macht daraus einen graziösen Tanz.

Wer genug hat, beendet das Gehen, ruht sich aus und nimmt wahr, wo überall der Energiefluss angeregt wurde. Lasst dieses Fließen weiter zu.

5) Lockern von Beckenboden, Bauchdecke und Zwerchfell

Für die nächste Übung nutzen wir die Kraft und Wirksamkeit von Konsonanten. Alle Vokale und Konsonanten sind jeweils einem bestimmten Körperbereich zugeordnet, wo sich ihre Wirkung beim Tönen besonders entfaltet. Vokale öffnen und erschließen Atemräume, Konsonanten sprechen Membranen im Körper an.

So sind Beckenboden, Bauchdecke und Zwerchfell zum Beispiel Membranen. – Nehmt einen breiten Stand ein, etwas o-beinig, sodass der Beckenboden schwingen kann. Wir nehmen wieder das Schütteln von vorhin und dazu ein stimmloses, explosives „F“ mit dem Ausatem, also F…F…F…F…F… usw. Das „F“ lockert den Beckenboden. Denkt an Furz oder andere unaussprechbare Worte, die diesem Bereich zugeordnet sind und ebenfalls mit „F“ beginnen. Das ist kein Zufall. Gerade die Vulgärsprache hat sich noch ein natürliches Empfinden bewahrt. Deshalb ist daran auch nichts peinlich. Auch Yoga will uns ja wieder zu einem natürlichen Körperempfinden zurückführen, natürlich auf eine kultiviertere Weise. – Übt nun mit einem dynamischen Schütteln und einem sehr kraftvollen „F“ in eurem Rhythmus. – Geht dann nahtlos über in ein kräftiges „SCH“. Das “SCH“ lockert die Bauchdecke und besonders das Zwerchfell, unseren Haupteinatemmuskel. – Ruht danach eine kleine Weile aus und lasst es innerlich nachschwingen. – Dann nehmen wir ein ganz sanftes und leises „SCH“. Denkt dabei an das Geräusch von einem Regenstab. Erzeugt ein genau solches „SCH“, indem ihr euch zunächst mit dem Einatem tief nach unten beugt und dann mit dem Ausatem und einem sanften „SCH“ ganz langsam, fast in Zeitlupe wieder nach oben streckt und dabei die Arme bis hoch über den Kopf anhebt. Lasst dabei das „SCH“ sanft durch euch herabrieseln wie ein ganz feiner Wasserfall. Dieses „SCH“ schwingt durch all euere Zellen hindurch und macht jede Zellwand durchlässiger. Übt dies sehr spürsam, solange,wie es jedem einzelnen von euch gut tut. – Danach legt euch auf den Rücken und lasst die Übung nachwirken. Seid dabei ganz entspannt. Denkt über nichts nach. Seid einfach nur euer Körper, der ganz subtil schwingt. Seid diese fein schwingende Lebendigkeit. Seid dieses leise Pulsieren. Seid ein Mitschwingen im kosmischen Rhythmus der Sterne, der Galaxien, der endlosen Welten.

Kommt langsam wieder hoch. Dehnt euch, räkelt euch, streckt euch, bewegt euch sanft durch. - Ihr seid jetzt gut vorbereitet für die letzte, längere Übung dieses Morgens.

6. Elemente-Atem

Nehmt für diese Übung einen euch bequemen Meditationssitz ein. Die Wirbelsäule ist dabei gut aufgerichtet. Atmet zunächst einige Male sanft und tief in den Bauch. Sammelt und zentriert euch auf diese Weise und geht in eine tiefe, beobachtende Stille. Die Übung ist rein äußerlich sehr einfach, doch wenn ihr innerlich gesammelt dabei seid, kann sie eine tiefe Wirkung in euch erzielen, sie kann euch transformieren, sie kann euch ganz Vieles bewusst machen. – Atmet zunächst ganz natürlich ein und aus. Spürt euren Atem, spürt die Bewegung, das Weit und Schmal. Es ist die Urbewegung allen Lebens vom Kosmos bis zur Zelle.

Der Erdatem

Beim Erdatem atmet ihr durch die Nase ein und durch die Nase aus. Der Erdatem ist sehr mit eurem Körper verbunden. Er stärkt und nährt euren Körper. Er gibt ihm seine Dynamik und macht ihn zu einem geborgenen Zuhause für die Seele. Atmet langsam ein und aus und nehmt diese Qualität wahr. – Der Erdatem ist mit euren Sinnen verbunden. Mit dem Erdatem sind wir auf der Ebene der sinnlichen Wahrnehmung: sehen, hören, riechen, schmecken, tasten. Lenkt euren Atem jetzt in der Vorstellung zu euren Augen. Der Einatem gibt den Augen Energie, Sehkraft, Sehschärfe. Der Ausatem reinigt eure Augen von allen störenden Einflüssen. Lasst die sanfte Kraft des Atems euer Sehver-mögen, aber auch eure Weitsicht, euren Durchblick stärken. Atmet eine Weile so zu euren Augen hin. – Dann lenkt den Atem in eurer Vorstellung zu euren Ohren. Jeder Einatem stärkt eure Hörkraft, jeder Ausatem reinigt euer Gehör von allen je erlebten negativen Geräuschen und Einflüssen. Atmet so eine Weile zu euren Ohren. – Lenkt den Atem jetzt zu eurem Geruchssinn. Das ist nicht sehr schwierig, denn ihr atmet mit der Nase. Nehmt eure Nase aber diesmal viel feiner wahr. Der Geruchssinn ist sehr sensibel. Und wie leicht haben wir von etwas die Nase voll. Nehmt die feinsten Gerüche wahr. Der Geruchssinn ist oft mit unseren frühesten Erinnerungen verbunden, er prägt uns. Lasst die sanfte Atemkraft euren Geruchssinn neu beleben, erfrischen und von alten unangenehmen Eindrücken reinigen. – Jetzt atmet zu euren Geschmacksknospen. Lasst auch ihnen die gute Kraft eures Atems zukommen. Verfeinert seine Wahrnehmung, die oft lebenswichtig ist. Und reinigt euch auch hier von allem Unangenehmen, das ihr glaubtet, schlucken zu müssen. – Zuletzt atmet für euren Tastsinn - und das betrifft nicht nur eure Hände, Tastsinn befindet sich im gesamten Körper.
Auch in jedem Muskel sind Tastnerven, die dessen Spannungsverhältnisse registrieren. Jedes Organ kann von euch gefühlt werden. So verfeinert nun mit eurem Atem dieses große Wunderwerk der fühlenden Nervenrezeptoren. Gebt ihnen positive Energie und reinigt sie von negativen Impulsen, denen ihr sie in der Vergangenheit ausgesetzt habt. – Lasst diesen Teil der Übung eine kleine Weile nachwirken.

Der Wasseratem

Beim Wasseratem atmet ihr durch die Nase ein und durch den Mund aus. – Macht das eine Weile. – Dann schaut, wo fließt etwas nicht in meinem Leben. Atmet in euer Herz und schaut, was lebe ich nicht, was ich gerne leben möchte, welchen Gefühlen gebe ich keinen Raum. Wann lasse ich meine Liebe nicht einfach fließen. Wann bin ich stumm, wenn ich doch gerne etwas sagen möchte. Ihr könnt euch fragen: „Nach was dürstet mich?“ Atmet in euer Herz ein und bringt mit dem Ausatem Stagniertes ins Fließen. - Mit dem Wasseratem sind wir in der Welt der Emotionen, die ein ganzes Universum ist. So viele Gefühle schwingen ständig in euch! Sie machen euere Lebendigkeit aus. Lasst eueren Atem dieser Lebendigkeit Nahrung geben. – Dann spürt auch, wo etwas blockiert ist in eurem Körper. Atmet hin zu dieser Stelle und bringt das Gestaute mit dem Ausatem in Fluss. Übt so eine Weile für euch. – Jetzt ruht euch aus und lasst es nachwirken.

Der Feueratem

Beim Feueratem atmet ihr durch den Mund ein und durch die Nase aus. Mit dem Feueratem seid ihr in der Welt der Energie. Mit jedem Einatem kommt euch ungeheuer viel Energie zu, denn wir sind von nichts anderem umgeben als Energie. mit dem Ausatem lasst eueren ganzen Körper aufleuchten. Der Feueratem hat eine sehr starke Reinigungskraft. Er löst alle Blockierungen auf, er schmeißt alle Gifte raus. – Atmet ein zum Solarplexus-Chakra und lasst im Ausatem von hier aus die Energie, das strahlend helle Licht sich ausbreiten. Genießt diese Kraft, die in euch in steht. Ihr seid sehr kraftvolle Wesen, wenn ihr die Energie in euch zulasst. – Atmet ein und nehmt die Feuerkraft in euch auf, atmet aus und seid ein strahlendes, machtvolles Wesen. – Spürt in euch: „Nach was brenne ich ?“ Spürt die positiven Leidenschaften in euch, die euch mit dem Leben auf dieser Erde vereinen. - Atmet weiter und reichert so in euch diese ungeahnte Lebendigkeit, diese Fülle, dieses kosmische Potential an! Spürt: „Das bin ich in meiner machtvollen Ganzheit“. – Lasst nun wieder nachschwingen.

Der Luftatem

Beim Luftatem atmet ihr durch den Mund ein und durch den Mund aus. Tut das eine Weile und spürt diese Qualität des Atems. – Mit dem Luftatem tretet ihr ein in die Welt des Bewusstseins. Das Bewusstsein ist endlos, raumlos und zeitlos. Es kann sich überall hinbewegen. Es kann sich beliebig ausdehnen und zusammen-ziehen. - Atmet ein und dehnt euch mit dem Ausatem weit aus in den Kosmos. Ihr seid Bewusstsein, ihr seid das Ganze, nichts weniger. Erfasst eueren eigenen Raum, der grenzenlos ist. Umschließt alle Zeit, die eins ist in der Ewigkeit. Erfahrt euch in dieser unfassbaren, unbenennbaren Einheit. – Dann seht euch auch wieder als Einzelwesen auf diesem Planeten. Die Luft ist auch die Welt der Träume. Schaut in euch hinein: „Was ist mein tiefster Lebenstraum? Was möchte ich verwirklichen?“ Lasst dies ganz real vor euch entstehen. Gebt diesem Traum die Kraft des Atems, die Kraft eueres tiefsten Glaubens und Vertrauens. Wenn dieser Traum in Einklang ist mit dem bewussten Feld, das ihr selbst seid, wird er sich materialisieren oder verwirklicht werden auf der spirituellen Ebene. Atmet noch eine Weile in dieser Weise. – Jetzt legt euch hin und ruht euch aus. -

Kommt nun langsam wieder hoch. Dehnt euch und atmet tief durch. - Zum Abschluss dieses Frühprogramms könnt ihr jetzt gerne das in euch Erlebte und Erfahrene mitteilen oder einfach ein kleines Feedback geben, wie es euch geht. Wer gerne in der Stille bleiben möchte, tut das einfach.

Austausch

Zum Ende möchte ich gerne, wie zu Beginn, das Gayatri-Mantra 12-mal mit euch singen.



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