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BUCHVORSTELLUNG:

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Bhajan Noam

DIE NACHT MIT ELIA  



Chassidisches Manifest

ISBN 978-3-00-027486-2 

BNV


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Aus dem Vorwort:

In diesem Buch versuche ich auf meine ganz persönliche Weise, etwas von dem besonderen Flair des Chassidismus einzufangen, um dich, soweit dies mittels Worte möglich ist, ein wenig von der Stimmung und Schwingung und von der Tiefe dieses spirituellen Empfindens spüren zu lassen. Für Eingeweihte ist es aber weit mehr: Ein Führer durch die unterschiedlichen Bewusstseinsebenen, die wir alle durchschreiten, bis wir uns dem Fluss hingeben, um am Ende mit allen Strömen in das weite Meer der Einheit zu münden. - Der Chassidismus ist, so wenig wie Sufismus, Taoismus oder Zen, eine organisierte Religion. Dies sind nur äußere Namen für die nicht benennbare authentische Verbindung zwischen dem Frommen und Gott. Wie all diese ist also der Chassidismus etwas sehr Privates, Intimes. Er kann dein individueller religiöser Ausdruck sein, in dem du dich selbst findest und in den sich niemand von außen einzumischen hat. Chassidismus ist lebendige Religiosität, die sich durch Gebet, Meditation, Tanz, Singen und Lernen und das Leben selbst in das große, kosmische Spiel mit einschwingt. Jede wirkliche Religion nimmt uns nicht die Verantwortung für unser Sein ab, sondern macht uns gerade diese besonders bewusst. Sie gibt Hilfe, wenn nötig, aber sie bindet nicht. Sie empfiehlt, aber sie befiehlt nicht.

Die zwölf Geschichten in diesem Buch:

1. Der Vogel Harmegiddo
2. Wieder bei Dir!
3. Yorams Traum
4. Ramis Bekehrung
5. Das Teifke-Spiel
6. Die letzte Frage
7. Israel Ben Eliesers Klageweisheit
8. Die Verfluchung Gottes
9. Genesis oder Bat Shevas Gaschichte
10. Der dritte Tempel
11. Die Vollkommene Schülerin oder Kommentare zum Unsagbaren
12. Elias Apokryphe Segnungen - Shiri Kabbalah 

Wie die zwölf Stämme Israels eine Ganzheit bilden, so fügen sich auch diese zwölf Geschichten organisch ineinander; und innerhalb ihrer wird eine stufenweise innere Reifung dokumentiert, eine zarte Fußspur im Sand hinterlassen: flüchtige Orientierung für den mündigen Sucher.

Beurteilung:

Bhajan Noam ist es gelungen, ein aufwühlendes, vielschichtiges Buch zu schreiben in einem ganz eigenen, eigenwilligen Stil über einen uns allen heimlich im Herzen brennenden Themenkomplex, an den niemand bisher in Form von solch eindringlichen, gebrochenen, mystischen Geschichten und seelenvollen Bildern gerührt hat. BNV

  Die Nacht mit Elia    -    Chassidisches Manifest    -    Bhajan Noam 

Erste Leseprobe:

"Stimmt an den Gesang, schlagt die Pauke, die liebliche Laute, dazu die Harfe! Stoßt die Posaune am Neumond und zum Vollmond, am Tag unseres Festes!"  Psalm 81.3u.4

Religion

Du kannst zwar Mitglied einer toten Institution werden, aber du kannst nicht einer Religion beitreten. Religion ist eine lebendige Kraft, die eines Tages über dich kommt wie ein Blitz. Religion geschieht dir. Und sie packt dich an deinen tiefsten Wurzeln, um dich deinem geliebten Garten zu entreißen und dich der Wildnis preiszugeben. Religion ist, wenn der Löwe in dir zu brüllen beginnt. Religion ist, wenn Gott deine alte Seele zum Teufel schickt, um allen Platz in dir nur für sich zu beanspruchen. Religion ist der Altar, auf dem du dich vollständig opfern musst. Religion ist nicht in Tempeln und Kirchen zu finden. Religion ist an Orten, vor denen die Hammelherden ängstlich fliehen. Religion ist das Fest des Sieges über die Dummheit. Religion ist die Zelebration der Freiheit. Einer Freiheit, die du dir nicht verdienen kannst, die dir aus unfassbarer Gnade heraus geschenkt wird. Religion ist das größte Fest deines Lebens - dann, wenn dein ganzes Leben Religion geworden ist. Religion ist das Heim, in dem der höchste Frieden weilt. Religion ist die Stätte, wo die Güte milde waltet. Religion ist das fruchtbare Tal der Liebe, die sich selbst nicht kennt.  (Aus der 4. Geschichte "Ramis Bekehrung") 

   Die Nacht mit Elia   -    Chassidisches Manifest    -    Bhajan Noam 


Zweite Leseprobe:

"Denn die Weisheit ist beweglicher als alle Bewegung; in ihrer Reinheit durchdringt und erfüllt sie alles."  Buch der Weisheit 7.24

"Kann ich heute das als Liebe betrachten, was ich zuvor für den größten Fluch hielt? Kann ich es jemandem erklären, der noch scheinbar unter diesem Fluch steht? - Das Böse ist in der Welt. Und das Böse wird nicht aus der Welt verschwinden. Aber für dich, in dir, kann sich etwas ändern, wenn du es durch den Filter Vergebung herein-kommen lässt. Dann erkennst du auch im Bösen, auch im Dunklen das Licht. Wenn du zu fühlen beginnst, dass wir alle mit feinen Fäden verbunden sind und wenn du - mutig genug gegenüber dieser Wahrheit - das Böse auch als einen Teil von dir zu akzeptieren vermagst, wenn du dir selbst dafür vergibst, wird der erste Weisheits-schimmer über dich kommen. Dann beginnst du zu fragen - und ich musste schmerzhaft mit diesen Fragen beginnen: Was ist mein Anteil an dieser Welt? Gebe ich Liebe oder trage ich meine Zweifel in sie hinein? Bringe ich Hoffnung, erzeuge ich Licht? Oder produziere ich Dunkelheit und Zerstörung mit meinem Geist?" "Liebe, das Einfachste eigentlich, ist das, was für den Menschen am schwersten zu erfassen ist. Denn der Mensch, der aus allem ein Geschäft gemacht hat, sogar aus der Liebe, sogar aus Gott, ist für Geschenke blind geworden, und vor allem für das Schenken. Als ich zu geben begann und zu vergeben, waren die Geschenke da, war Gott da, war seine Liebe da - und mit ihr kam allmählich das Verstehen." (Aus der 8. Geschichte "Die Verfluchung Gottes") 


  Die Nacht mit Elia   -    Chassidisches Manifest    -    Bhajan Noam 

Dritte Leseprobe:

"Die Sonne war untergegangen und dichte Finsternis herrschte, siehe da war es wie ein rauchender Ofen und wie ein Feuerbrand fuhr es hindurch."  Genesis 15.17

"Ich hatte mich jahrelang vollkommen aus der Natur herausgezogen; meine Welt war Gott, war das Bethaus, war die Thora. Ich wusste nichts über Pflanzen, über Tiere, über Berge und Flüsse, über Jahreszeiten. Ich kannte nicht die Schönheit des Himmels, der Sterne bei Nacht, der Wolken-formationen und Sonnenuntergänge... Die Natur ist ungeheuer verletzlich. In der Natur erfährt man das Leben im einmaligen und nie wiederkehrenden Augenblick. Sie ist stark und stolz und schön gerade durch ihre radikale Verwundbarkeit und rückhaltlose Lebendigkeit."

"Ich erblickte einmal aus einem fahrenden Zug heraus auf einer Wiese ein grasendes Reh. Ich hatte noch nie zuvor ein Geschöpf in dieser Weise gesehen. Ich war erschüttert und plötzlich wie aus einem Dämmerzustand herausgerüttelt. Ich sah diese zarte Erscheinung und zugleich ihr Einssein mit der Unzerstörbarkeit einer Kontinuität: Gottes ewiger Schöpfung, die jedoch ebenfalls nur ein hauchfeines Gespinst aus Licht, aus Form und Farbe zu sein schien, ein illusorisches Sichereignen im ewig stillen Geist." (Aus der 3. Geschichte "Yorams Traum")

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Mails von Lesern:

„Ich habe inzwischen mit Begeisterung Dein Buch gelesen. Daraus konnte ich schon einiges für mich mitnehmen. Aber ich werde es bestimmt noch öfter lesen.“ H.

„Was Dein Buch betrifft, so konnte ich mich wirklich in der vierten Geschichte wiederentdecken. Ich bin nur noch nicht angekommen, sondern noch auf dem Weg. Ich glaube lebenslänglich. Was Deinen Stil angeht, Du schreibst in Gefühlen, in Bildern und in Erlebnissen, und das gibt mir die Möglichkeit es wie einen Film zu sehen. Aber ich stecke eben meistens auch emotional drin.“ S.

„Ich hätte so gerne das Buch, die Leseproben berühren mich so tief - Freue mich auf Antwort, herzliche Grüße, P.“

“Ich habe bisher nur die erste Geschichte gelesen. Aber die bereits drei Mal. Und ich glaube es werden noch einige Male folgen. Dein Vorwort bezüglich der Wirkung Deiner Zeilen trifft genau zu. Wobei ich nicht immer ganz genau definieren kann, welches Gefühl gerade angesprochen oder ausgelöst wird. Es ist eher eine bunte Mischung an Gefühlen, die sich beim Betrachten selbst laufend verändern. Somit entsteht auch keine einseitige Grundhaltung der Geschichte gegenüber, sondern eher ein emotionaler Fluss zwischen Gegensätzlichkeiten, der in Bewegung ist. Und das ist ein sonderbarer Zustand, den ich beim Lesen erleben darf. Ich lasse es einfach mal wirken. Beim nächsten Lesen möchte ich die zweite Story angehen und bin gespannt, was sich da so tut.“ D.

Bhajan Noam "DIE NACHT MIT ELIA" 212 S. 12.-Euro

2009 Copyright für Texte und Fotos: Bhajan Noam

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